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SPD-Parteitag
Groschek kritisiert Naidoos mangelnde Distanz zu Reichsbürgern

Michael Groschek kritisiert Xavier Naidoo: Mangelnde Distanz zu Reichsbürgern
Michael Groschek spricht in Duisburg in der Mercatorhalle. FOTO: dpa, fg tba
Duisburg. Deutliche Worte von Michael Groschek: Der designierte Parteichef der NRW-SPD, hat dem Sänger Xavier Naidoo mangelnde Distanzierung von den sogenannten Reichsbürgern vorgeworfen.

Es sei schlimm, dass Reichsbürger, die die Demokratie ignorierten, zurück zum Deutschen Reich wollten und Rechtsradikale in ihren Reihen hätten, auch noch ihre "Bänkelsänger" hätten, sagte Groschek am Samstag bei einem Parteitag der NRW-SPD in Duisburg. "Ich verstehe den Naidoo nicht", sagte Groschek. "Die Distanzierung fehlt."

Naidoo war in den vergangenen Jahren trotz gegenteiliger Beteuerungen immer wieder eine Nähe zu Reichsbürgern nachgesagt worden. Ein neuer Song hat diese Debatte erneut entfacht. Indirekt rief Groschek zu einem Boykott gegen Naidoo auf und forderte engagiertes Eintreten gegen Reichsbürger. "Keine Platten kaufen, sondern Platten umdrehen", sagte er.

Allein in NRW leben nach Erkenntnissen des Innenministeriums mehr als 2000 von bundesweit fast 13.000 "Reichsbürgern". Sie lehnen das Grundgesetz ab und kommen deshalb immer wieder in Konflikt mit den Behörden. Das NRW-Innenministerium sieht sie als "Sammelbecken für Verschwörungstheoretiker, Rechtsextremisten, Holocaustleugner und Querulanten". Rund 100 von ihnen seien in der rechtsextremen Szene aktiv. Viele seien Waffennarren.

(felt/lnw)
 
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