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Wahlbeteiligung in Essen bis Mittag bei 12,5 Prozent
Wahl der Bürgermeister und Landräte läuft schleppend an

Das waren die Aufreger der Bürgermeisterwahl 2015
Das waren die Aufreger der Bürgermeisterwahl 2015 FOTO: dpa, obe nic
Düsseldorf. Gähnende Leere in vielen Wahllokalen: Bei der Stimmabgabe für die neuen Rathauschefs und Landräte war in vielen Kommen noch weniger los als ohnehin schon bei den bisherigen Kommunalwahlen.

Die Wahl der Bürgermeister, Oberbürgermeister und Landräte in vielen Kommunen in Nordrhein-Westfalen ist schleppend angelaufen. So lag die Wahlbeteiligung am Sonntagmittag vielerorts noch einmal deutlich unter dem Wert, der bei der Kommunalwahl im vergangenen Jahr erreicht worden war.

In Kleve beispielsweise stimmten bis 12 Uhr in den Wahllokalen 4.692 Wähler über den neuen Bürgermeister ab. Das entspricht einer Wahlbeteiligung von 11,37 Prozent. Zusammen mit den Abstimmungen per Briefwahl hatten bis 12 Uhr 23,38 Porzent der Klever ihre Stimme abgegeben. Damit ist die Beteiligung in Kleve etwas niedriger als bei der Kommunalwahl 2014, bei der bis 12 Uhr etwa 24,5 Prozent der Wähler abgestimmt hatten. 

Neu besetzt werden die Spitzenpositionen in elf Großstädten, elf Kreisen und 156 Gemeinden. In Essen gaben bis zum Mittag 12,5 Prozent der Berechtigten ihre Stimme ab. In Wuppertal waren es in den ersten vier Stunden 17,8 Prozent. Dabei sind anteilsmäßig auch Briefwähler berücksichtigt. In beiden Städten hatten bei der vergangenen Stadtratswahl um diese Zeit rund sechs Prozentpunkte mehr Wahlberechtigte abgestimmt.

Ohne Briefwähler lag die Beteiligung in Bochum gegen 11 Uhr bei 4,4 Prozent. In Münster hatte bis 12 Uhr nur jeder Zehnte sein Kreuzchen in der Wahlkabine abgegeben. Die Wahllokale sind bis 18.00 Uhr geöffnet.

Zum ersten Mal werden Kommunalchefs in großer Zahl nicht gleichzeitig mit den Räten und Kreistagen gewählt – dies könnte auch die bislang zurückhaltende Beteiligung der Wähler erklären. Die Premiere bleibt aber ein einmaliger Vorgang. Die rot-grüne Koalition im Landtag hat die Trennung der Wahlen von Räten und Bürgermeistern sowie Landräten rückgängig gemacht. Im Jahr 2020 wird wieder an einem Termin gewählt.

Gewählt wird unter anderem in Bonn, Bochum, Krefeld, Mülheim, Oberhausen, Herne und Solingen. Dort wird es unabhängig vom Wahlausgang neue Stadtoberhäupter geben, weil die Amtsinhaber nicht mehr antreten. In Essen, Münster, Wuppertal, Leverkusen bewerben sich die amtierenden Stadtchefs um eine weitere Amtszeit. In vielen Städten dürfte die Entscheidung aber erst in einer Stichwahl am 27. September fallen.

Noch fünf Wochen Zeit bis zur Stimmabgabe haben die Wähler in Köln, wo die Wahl wegen einer Panne mit ungültigen Stimmzetteln auf den 18.
Oktober verschoben wurde. Die übrigen Stadt- und Kreischefs im Land waren bereits im vergangenen Jahr gewählt worden.

(lnw)
 
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