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Top-Beamte in NRW
Manche Nebenjobs haben ein Geschmäckle

Nordrhein-Westfalen: Manche Nebenjobs haben ein Geschmäckle
Der Landtag von NRW. FOTO: dpa, Martin Gerten
Meinung | Düsseldorf. Warum sollen die Ministerialbeamten in NRW nicht zusätzliches Geld mit Nebenjobs verdienen? Die rege Nachfrage nach ihrer Expertise spricht ja für sie: Offenbar ist ihre Qualifikation geschätzt. Trotzdem hat die Angelegenheit ein Geschmäckle. Von Thomas Reisener

Allein der Seminar-Anbieter Taxnews beschäftigt fünf Sachbearbeiter, vier Referenten, einen Betriebsprüfer und einen Regionaldirektor aus der NRW-Finanzverwaltung. Taxnews lebt von Steuerspar-Tipps. Die Finanzverwaltung lebt von Steuereinnahmen.

Die Ministerialbeamten handeln legal. Theoretisch nutzen sie ihr ministeriales Wissen ja auch nur, um das Licht der gesetzestreuen Rechtschaffenheit in das Dunkel der eher gewinnorientierten Privatkundschaft zu tragen. Aber wie realistisch ist das? Der Interessenkonflikt liegt auf der Hand.

Trotzdem haben die Vorgesetzten ihren Mitarbeitern im fast zweijährigen Untersuchungszeitraum nur ein einziges Mal die Nebenjob-Genehmigung verweigert. Nicht im sensiblen Finanzministerium, sondern im Kulturministerium. Alle anderen 1826 Nebenjobs galten als unbedenklich. Das spricht nicht gerade für ein ausgeprägtes Problembewusstsein in den Ministerien.

Quelle: RP
 
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