| 15.32 Uhr

Aachen, Soest, Wuppertal und Gelsenkirchen
Digitale Rathäuser - NRW stellt neue Modellkommunen vor

Düsseldorf. Per Mausklick zum neuen Personalausweis? In fünf Städten in NRW will die Landesregierung die Digitalisierung der Verwaltung vorantreiben. Persönliche Termine beim Bürgeramt könnten so bald überflüssig werden.

Die Umstellung auf eine digitale Stadtverwaltung will die nordrhein-westfälische Landesregierung künftig in vier weiteren Städten vorantreiben. Nach dem Start des Projekts in Paderborn im vergangenen Jahr sollen nun auch Aachen, Soest, Wuppertal und Gelsenkirchen Behördengänge und interne Abläufe in den Rathäusern digitalisieren. Das kündigte NRW-Wirtschaftsminister Andreas Pinkwart (FDP) am Freitag in Düsseldorf an.

"Rund um die Uhr sollen künftig Dienstleistung vom Sofa aus online abgewickelt werden können", sagte Pinkwart. Mit insgesamt 91 Millionen Euro wolle man die fünf sogenannten Modellkommunen fördern. Das Land hofft außerdem auf eine Kofinanzierung aus der privaten Wirtschaft.

Modellprojekt läuft bis 2020

Ziel ist nach Angaben des Ministeriums die Einrichtung digitaler Bürger- und Gewerbeämter in den teilnehmenden Städten bis zum Jahr 2020. Der Kontakt zum Bürger aber auch die internen Arbeitsabläufe sollen dadurch deutlich vereinfacht werden. Die Beantragung eines Personalausweises etwa könnte künftig mit dem Smartphone von zuhause aus erledigt werden.

Im Oktober 2017 hatten bereits die Region Ostwestfalen-Lippe und speziell die Stadt Paderborn den Anfang gemacht. Dort laufen bereits konkrete Planungen. "Als erstes Projekt soll das digitale Gewerbeamt realisiert werden", sagte eine Sprecherin der Stadt auf Anfrage. "Wir sind zuversichtlich, dass dies innerhalb der Projektlaufzeit von drei Jahren umgesetzt werden kann." 

Der Deutsche Städtetag begrüßte die Initiativen in Nordrhein-Westfalen: "Alles, was die Digitalisierung und E-Government voranbringt, ist gut", sagte ein Sprecher des Verbands der Deutschen Presse-Agentur. 

Ähnlich den Modellkommunen in NRW hat die Bundesregierung bereits im Jahr 2014 ein Digitalisierungsprojekt für Städte und Gemeinden ins Leben gerufen. Bundesweit gibt es acht Modellkommunen für sogenanntes E-Government. In NRW nehmen daran Ibbenbüren, Düren und Gütersloh teil.

(lsa/lnw)
 
Diskussion
Ihre Meinung zum Thema ist gefragt

Schreiben Sie jetzt Ihre Meinung zu:

NRW: Digital-Offensive in Rathäusern - Modell-Kommunen vorgestellt


Beachten Sie dabei bitte unsere Regeln für Leserkommentare.