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Gymnasien in NRW
Schwarz-Gelb will G9 wieder zum Regelfall machen

NRW-Gymnasien: Schwarz-Gelb will G9 wieder zum Regelfall machen
Armin Laschet (CDU) und Christian Lindner (FDP) am Mittwoch in Düsseldorf. FOTO: dpa, fg vge
Düsseldorf. CDU und FDP in Nordrhein-Westfalen wollen das Abitur nach neun Jahren wieder zum Regelfall an Gymnasien machen. Das erklärte CDU-Landeschef Armin Laschet nach der vierten schwarz-gelben Koalitionsrunde in Düsseldorf.

Ziel sei es, G9 ab dem Schuljahr 2019/2020 mit "ausreichender Vorbereitung" prinzipiell einzuführen, den Schulen aber zugleich eine echte Wahlfreiheit zugunsten von G8 einzuräumen. 

Entscheide sich ein Gymnasium, beim Turbo-Abitur nach acht Jahren zu bleiben, werde es Unterstützung erhalten, um ein "qualitätsvolleres G8" anbieten zu können, kündigte FDP-Chef Christian Lindner an.

Beide sprachen von einer "Leitentscheidung für G9", die aber keine Kehrtwende bedeute. Die neue Regierung, die Laschet als Ministerpräsident mit einem schwarz-gelben Bündnis bilden will, soll bis zur parlamentarischen Sommerpause stehen.

Initiatoren des Volksbegehrens G9 schließen Abbruch nicht aus

Die Initiatoren des Volksbegehrens "G9-jetzt" schließen nach den Ankündigungen von CDU und FDP zur Schulpolitik einen Abbruch ihrer landesweiten Aktion nicht aus.

"Die beiden haben den Wählerauftrag erkannt und angenommen", sagte Marcus Hohenstein, Vertrauensperson des Volksbegehrens, am Mittwochabend. Was die Einigung zum Abitur konkret bedeute, müsse sich aber noch zeigen.

"Man muss sicherlich genau schauen, was im Kleingedruckten steht." Die Initiatoren von "G9-jetzt" würden nun genau prüfen, ob sie das laufende Volksbegehren fortführen wollen oder nicht, erläuterte er.

Fünf Monate nach dem Start des Volksbegehrens gegen das Turbo-Abitur in NRW ist nach Schätzung der Initiatoren etwa die Hälfte der erforderlichen Unterschriften zusammengekommen.

(csi/dpa)
 
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