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NRW-Haushalt 2017
632 Millionen für minderjährige Flüchtlinge

NRW-Haushalt: 632 Millionen für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge
NRW-Familienministerin Christina Kampmann bei einem Besuch von Flüchtlings-Kindern in einer Kita. FOTO: dpa, ve lof
Köln. Für das Haushaltsjahr 2017 stellt Nordrhein-Westfalen mehr als 600 Millionen Euro für die Betreuung unbegleiteter minderjähriger Flüchtlinge bereit, von denen derzeit 13.000 in NRW leben.

Das Land Nordrhein-Westfalen hat im Haushalt 2017 für die Betreuung, Versorgung und Unterbringung von unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen 632 Millionen Euro bereitgestellt. Das teilte das Familienministerium auf Anfrage dem "Kölner Stadt-Anzeiger" mit. Jeder Fall koste die Behörden monatlich im Schnitt 4.500 Euro, hinzu komme eine jährliche Verwaltungspauschale von 3.100 Euro.

13.000 minderjährige Flüchtlinge kamen bislang ohne Begleitung

Derzeit leben laut Familienministerium in NRW etwa 13.600 dieser Flüchtlinge. Jeden Monat kämen zwischen 300 und 400 neue unbegleitete Jugendliche hinzu. Insgesamt stammten sie nach Auskunft des Ministeriums aus 60 unterschiedlichen Nationen.

Die meisten, rund 37 Prozent, kämen aus Afghanistan, 36 Prozent aus Syrien und elf Prozent aus dem Irak. 92 Prozent der Flüchtlinge seien männlich, viele davon reisten ohne Papiere ein.

(maxk/KNA)
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