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Nordrhein-Westfalen
Minister Jäger schickt mehr Polizei in "rechtsfreie Räume"

Nachts unterwegs in Duisburg-Marxloh
Nachts unterwegs in Duisburg-Marxloh FOTO: Christoph Reichwein
Düsseldorf/Duisburg. Im Kampf gegen arabische Großfamilien will Nordrhein-Westfalens Innenminister Ralf Jäger (SPD) die Polizei besser ausstatten. "Wir wollen alle Behörden im Land, die mit diesem Problem zu tun haben, personell verstärken. Dafür entwickeln wir Konzepte", sagte Jäger unserer Redaktion. Von Christian Schwerdtfeger

Einzelne arabische Großfamilien versuchten, ganze Straßenzüge für sich zu reklamieren. Sie seien hierarchisch strukturiert. "Das können wir nicht dulden", betonte der Innenminister. Jäger betonte gleichzeitig, dass es in Nordrhein-Westfalen jedoch keine "No-go-Areas" gebe, also Gebiete, in die sich die Polizei nicht mehr vorwage.

"Die Streifenwagen fahren in jede Straße in jedem Stadtteil", sagte der Innenminister. Es gebe aber etwa in Duisburg in einzelnen Straßen immer häufiger Situationen, wo drei oder vier Streifenwagen nötig seien, um eine Situation in den Griff zu bekommen.

Probleme mit arabischen Großfamilien hat die Polizei derzeit in vielen Ruhrgebietsstädten sowie in Köln. Besonders angespannt ist die Situation im Duisburger Stadtteil Marxloh, einem sogenannten Problemviertel. In den vergangenen Wochen kam es dort immer wieder zu Übergriffen arabischer Clanmitglieder auf Polizisten.

Deshalb bekam die Duisburger Polizei massive Verstärkung durch Einsatzhundertschaften. Durch die erhöhte Polizeipräsenz hätten Provokationen gegen Polizeibeamte dort aber deutlich abgenommen, sagte Jäger und kündigte an, diese Präsenz so lange wie nötig aufrechtzuerhalten.

(csh)
 
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