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Zurückgehende Zahl
NRW rechnet mit 45.000 Flüchtlingen im Jahr 2017

Asyl: Diese Rechte und Pflichten haben Flüchtlinge
Asyl: Diese Rechte und Pflichten haben Flüchtlinge
Dortmund. Das Innenministerium in NRW geht davon aus, dass im kommenden Jahr deutlich weniger Flüchtlinge in das Bundesland kommen als noch 2016. Es wird mit der Aufnahme von rund 45.000 Schutzsuchenden gerechnet.

Im zu Ende gehenden Jahr sind etwa 105.000 Flüchtlinge zunächst nach NRW gekommen. Von ihnen wurden aber mehr als 30.000 Flüchtlinge in andere Bundesländer weitergeleitet. Von den in den vergangenen Jahren nach NRW gekommenen Flüchtlingen mussten 25.000 Deutschland nach Angaben des Innenministeriums im Jahr 2016 wieder verlassen. Etwa 20.000 von ihnen gingen freiwillig, 5000 wurden abgeschoben.

"NRW wird weiterhin alle tatsächlich Schutzbedürftige aufnehmen. Und wir stehen in der Verantwortung, denen, die nicht bleiben können, auch klar zu sagen, dass sie wieder ausreisen müssen", sagte Innenminister Ralf Jäger (SPD).

Zugenommen hatte zuletzt die Zahl der bearbeiteten Asylanträge. Das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (Bamf) erledigte im Jahresverlauf rund 140.000 Verfahren. 57 Prozent der Anträge wurden positiv beschieden. Entsprechend müssen 60.000 Flüchtlinge, deren Antrag abgelehnt wurde, Deutschland wieder verlassen. Sie können aber dagegen klagen. Mehr als 100.000 Verfahren sind noch anhängig.

 

(das/dpa)
 
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