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Nach Albanien und in den Kosovo
NRW schiebt 102 abgelehnte Asylbewerber ab

NRW schiebt 102 abgelehnte Asylbewerber ab
NRW-Innenminister Ralf Jäger setzt auf freiwillige Rückführung. FOTO: dpa, mov fdt
Düsseldorf. Nordrhein-Westfalen hat nunmehr insgesamt 102 Menschen von Düsseldorf nach Albanien und Kosovo zurückgeführt. Sie wurden vom Flughafen Düsseldorf in einer Chartermaschine nach Tirana und Pristina gebracht.

An Bord waren laut Mitteilung des NRW-Innenministeriums am Dienstag 61 abgelehnte Asylbewerber aus Albanien und 41 Menschen ohne Bleibeperspektive aus dem Kosovo. "Wird ein Asylantrag abgelehnt, sollten die Menschen freiwillig ausreisen. Dabei werden sie beraten und unterstützt. Ansonsten setzen wir die Rückführung konsequent durch", sagte NRW-Innenminister Ralf Jäger.

Im Jahr 2015 sind in NRW laut Ministeriums-Angaben insgesamt 12.209 Menschen ausgereist, deren Asylantrag abgelehnt wurde. Darunter waren 7.814 Personen die bei der freiwilligen Rückreise durch die IOM finanziell unterstützt wurden. Neben Albanien (3.171) kamen demnach die meisten von ihnen aus Serbien (1.228) und dem Kosovo (1.159).

Seit Jahresbeginn haben in NRW bereits 3.397 Menschen das Angebot der freiwilligen Rückkehr in Anspruch genommen und 1.324 Personen wurden abgeschoben. NRW ist damit im Ländervergleich auch im Jahr 2016 bei den Rückführungen vorn und hat seine Zahlen im Vergleich zum 1. Quartal 2015 (678) deutlich gesteigert.

Das Land unterstütze die Kommunen weiterhin bei der Rückführung. Personen, deren Asylantrag abgelehnt wird und die kurzfristig zurückgeführt werden können, sollen grundsätzlich in den Landeseinrichtungen verbleiben. In diesen Fällen wird die Rückführung vom Land eingeleitet.

(rl)
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