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Bildungsstudie der Kultusminister
NRW-Schulministerin kündigt Grundschulreform an

NRW-Schulministerin Yvonne Gebauer kündigt Grundschulreform an
NRW-Schulministerin Yvonne Gebauer (FDP). FOTO: dpa
Düsseldorf. Nach dem schlechten Abschneiden nordrhein-westfälischer Grundschüler im bundesweiten Vergleich hat NRW-Schulministerin Yvonne Gebauer (FDP) Konsequenzen angekündigt. "Wir müssen einen Masterplan Grundschule erarbeiten", teilte die Ministerin am Freitag in Düsseldorf mit.

Die Kultusministerkonferenz (KMK) veröffentlichte am Freitag die Studie IQB-Bildungstrend. Demnach schneiden Nordrhein-Westfalens Viertklässler im bundesweiten Vergleich beim Lesen und in Mathe unterdurchschnittlich ab. Untersucht wurde das Niveau von Viertklässlern in Deutsch und Mathematik.

NRW erreichte im Bundesvergleich 2016 nur Platz 14

Der Rechtschreibunterricht an den Grundschulen solle verbindlicher werden. Die umstrittene Methode "Lesen durch Schreiben" werde begrenzt. Sie wolle zudem einen verbindlichen Grundwortschatz für die Grundschulen einführen. "Wir müssen schon vom ersten Schuljahr an dafür sorgen, dass kein Kind abgehängt wird. Das in dieser Deutlichkeit überraschend schlechte Abschneiden in Mathematik muss aufgearbeitet werden."

Zum Messzeitpunkt im Frühjahr 2016 erreiche Nordrhein-Westfalen beim Lesen und in Mathe nur den 14. Platz im Vergleich der Bundesländer. In den Bereichen Zuhören und Rechtschreibung zählt Nordrhein-Westfalen zum Mittelfeld.

"Wir werden unser Hauptaugenmerk auf die Kinder richten, die schon in der Primarstufe die Mindeststandards verfehlen", erklärte Gebauer. Dies seien in Nordrhein-Westfalen je nach untersuchtem Bereich 13 bis 24 Prozent der Kinder.

An der Studie hatten rund 30.000 Schülerinnen und Schüler der vierten Jahrgangsstufe aus allen 16 Ländern teilgenommen. In Deutsch mussten die Schüler Testaufgaben in den Bereichen "Lesen", "Zuhören" und "Rechtschreibung" bearbeiten, in Mathe zu den Bereichen "Zahlen und Operationen", "Raum und Form", "Muster und Strukturen", "Größen und Messen" sowie "Daten, Häufigkeit und Wahrscheinlichkeit". So mussten Schüler etwa Einheiten (Minute in Sekunde) umrechnen. Im Bereich "Rechtschreibung" mussten die Schüler Fehler in einem Text entdecken und korrigieren. Das Institut zur Qualitätsentwicklung im Bildungswesen der Berliner Humboldt-Universität hat die Studie verfasst. 

Hier geht es zu den Beispielaufgaben des IQB.

(ate/lnw)
 
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