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Rheinische Tradition als UN-Kulturerbe
St.-Martins-Freunde distanzieren sich von CDU und FDP

St.-Martin als Kulturerbe: Rückschlag für CDU und FDP im NRW-Landtag
Laternen zum Martinsfest (Symbolbild). FOTO: dpa, scg exa
Düsseldorf. Die NRW-Regierungsparteien setzen sich dafür ein, dass die rheinische Sankt-Martins-Tradition als immaterielles Kulturerbe durch die Unesco anerkannt wird. Jetzt müssen CDU und FDP im Landtag einen peinlichen Rückschlag hinnehmen.  Von Thomas Reisener

Die Initiative "Martinstradition.de", die Urheber der Idee ist, distanziert sich von dem Versuch der Regierungsparteien. Den CDU/FDP-Antrag, der am Donnerstag im Plenum des Landtags diskutiert wird, nehmen die Organisatoren der Bürgerinitiative sogar zum Anlass für eine förmliche Beschwerde beim Landtagspräsidenten. Sie zeigen an, "dass der Antrag in keinster Weise mit uns als verantwortlichen Urhebern der Bewerbung abgesprochen wurde", heißt es in dem vierseitigen Beschwerdebrief, der unserer Redaktion vorliegt.

René Bongartz und Jeya Caniceus werfen CDU und FDP "einen Missbrauch unserer politisch von vornherein bewusst neutral gehaltenen Initiative" vor. Der Antrag enthalte zudem mehrere sachliche Fehler. Unter anderem sei falsch, dass es sich um eine Initiative von 73 rheinischen Sankt-Martins-Vereinen handele. Zudem stelle der Antrag einen Bezug zur europäischen Martinstradition her, den die Bewerbung der rheinischen Martinstradition aber nicht habe.

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Der kulturpolitische Sprecher der SPD im Landtag, Andreas Bialas, nannte den Vorgang eine "peinliche Blamage" für CDU und FDP, deren Antrag sei "purer Dilettantismus". Er selbst habe in Vorgesprächen erfolglos vorgeschlagen, die Organisatoren der Initiative einzubeziehen. "Aber offenbar wollten CDU und FDP sich lieber auf eine Showeinlage im Landtag konzentrieren", sagte Bialas. Die CDU wollte sich zu dem Thema am Dienstag nicht äußern.

 
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