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Bundesweiter Vergleich
Oberhausen bleibt Schulden-Hauptstadt

Studie von  Ernst & Young: Oberhausen bleibt Spitzenreiter bei Pro-Kopf-Schulden der Städte
Das Centro in Oberhausen (Archiv). FOTO: dpa, rwe hjb
Düsseldorf. In keiner anderen deutschen Großstadt drücken den einzelnen Bürger laut einer Studie so hohe kommunale Schulden wie in Oberhausen. Düsseldorf steht im bundesweiten Vergleich besser da - obwohl die Pro-Kopf-Verschuldung in der Landeshauptstadt am stärksten zunahm.

Die Pro-Kopf-Verschuldung betrug in Oberhausen am Ende des vergangenen Jahres 9680 Euro, wie aus einer Übersicht von Ernst & Young hervorgeht. Damit bleibt die Ruhrgebietsstadt an der Spitze dieses Rankings: Auch 2015 war Oberhausen die Großstadt mit den höchsten Pro-Kopf-Schulden in Deutschland. Im Jahresvergleich sank sie aber um 112 Euro je Einwohner. Auf Platz zwei der Liste der Städte mit der höchsten Pro-Kopf-Verschuldung liegt Mülheim mit 9163 Euro. Die Wirtschaftsprüfer von Ernst & Young haben die 75 deutschen Großstädte mit mehr als 100.000 Einwohnern verglichen. 

Insgesamt liegen 15 der 20 deutschen Großstädte mit der höchsten Pro-Kopf-Verschuldung in Nordrhein-Westfalen. In mehr als zwei Dritteln der NRW-Großstädte nahmen die Schulden je Einwohner seit 2012 zu. Den höchsten Anstieg in Deutschland verzeichnete laut der Studie Düsseldorf. Von 2012 bis 2016 nahm die Pro-Kopf-Verschuldung dort um 63 Prozent zu. Mit 1642 Euro belegt die NRW-Landeshauptstadt aber Platz fünf der deutschen Großstädte mit der niedrigsten Pro-Kopf-Verschuldung. Am besten schneidet das niedersächsische Braunschweig ab - dort entfallen auf jeden Einwohner weniger als 500 Euro kommunale Schulden.

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Die Gründe für die teils hohen Schuldenberge in deutschen Großstädten sind vielfältig. "Einige Städte haben in der Vergangenheit über ihre Verhältnisse gelebt, sich mit Vorzeigeprojekten verhoben oder Pech mit Finanzanlagen gehabt", sagte Bernhard Lorentz von Ernst&Young.
Größtenteils seien die höheren Schulden "aber auf den massiven Anstieg der Sozialausgaben zurückzuführen, die allein im Jahr 2016 um zehn Prozent auf 59 Milliarden Euro gestiegen sind". Mehrere NRW-Städte hätte zudem den Wegfall der Millionendividende der Energieversorger verkraften müssen.

(wer/lnw)
 
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