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Landespolitik
Einschulungsalter in NRW wird nicht vorgezogen

Kinder malen ihre Traumberufe
Kinder malen ihre Traumberufe FOTO: Hans-Jürgen Bauer
Düsseldorf. In der nordrhein-westfälischen Landesregierung gibt es kein Bestreben, das Einschulungsalter vorzuziehen. Am Stichtag 30. September werde festgehalten, teilte NRW-Schulministerin Sylvia Löhrmann (Grüne) am Dienstag in Düsseldorf mit.

Eine frühere Einschulung erhöhe das Risiko, "dass viele Kinder nicht optimal gefördert werden könnten". Wissenschaftliche Studien wiesen darauf hin, dass eine frühere Einschulung nicht den gewünschten Effekt habe. Zudem sollten die Kitas als zentrale Einrichtungen der frühkindlichen Bildung durch Beibehaltung des jetzigen Stichtags gestärkt werden.

Seit 2011 beginnt die Schulpflicht in NRW für die Kinder, die bis zum 30. September das sechste Lebensjahr vollendet haben, am 1. August desselben Kalenderjahres. Dabei können Eltern jüngerer Kinder eine vorzeitige Einschulung beantragen. Zugleich können schulpflichtige Kinder aus "erheblichen gesundheitlichen Gründen" ein Jahr zurück gestellt werden.

Ursprünglich lag der Einschulungsstichtag in NRW am 31. Juli. Die schwarz-gelbe Vorgängerregierung hatte zunächst beschlossen, die Einschulung schrittweise um ein halbes Jahr vorzuziehen. Rot-Grün fror 2011 den Stichtag auf den 30. September ein. Dieser Termin sei inzwischen von Eltern, Schulen und Kitas positiv aufgenommen worden, erklärte Löhrmann.

(KNA)
 
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