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RP-Umfrage
Hannelore Kraft liegt bei Wählern deutlich vor Armin Laschet

Umfrage zur NRW-Wahl 2017: Hannelore Kraft liegt deutlich vor Armin Laschet
FOTO: Rolf Vennenbernd
Düsseldorf. Für eine Fortsetzung der rot-grünen NRW-Regierung wird es zwei Wochen vor der Wahl eng. 38 Prozent der Wähler wünschen sich dennoch Hannelore Kraft als Ministerpräsidentin. Was die Wähler fordern, lesen Sie in unserem Wahltrend. Von Christina Rentmeister

Wenn es darum geht, wer nach der Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen das Ministerpräsidentenamt übernehmen soll, dann fällt die Antwort der Wähler recht deutlich aus: 38,2 Prozent haben in einer von RP ONLINE und dem Meinungsforschungsunternehmen Civey gestellten Umfrage angegeben, dass Hannelore Kraft (SPD) Ministerpräsidentin bleiben sollte.

GrafikDie Online-Umfrage bezieht sich auf eine repräsentative Stichprobe von 3054 Menschen und wurde im Zeitraum vom 30. März bis 28. April 2017 erhoben. Weiter unten können Sie an der Umfrage selbst teilnehmen. Wenn Sie sich bei Civey registrieren, bekommen Sie das aktuelle Ergebnis in Echtzeit angezeigt. Daher kann es geringfügig von dem veröffentlichten Ergebnis (Stand 28. April 11 Uhr) abweichen.

27,9 Prozent der Befragten sprachen sich zu diesem Zeitpunkt für CDU-Spitzenkandidat Armin Laschet aus. Fast genauso viele (26,2 Prozent) würden lieber einen ganz anderen Kandidaten als Ministerpräsidenten sehen.

GrafikKraft liegt bei jungen Wählern vorn

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Auffällig ist, dass Kraft vor allem bei den jungen Wählern vorne liegt. 42,3 Prozent der 18- bis 29-Jährigen wollen die Ministerpräsidentin auch nach der Wahl noch im Amt sehen. Bei den 30 bis 39 Jahre alten Teilnehmern stimmten so gar 45,6 Prozent für Kraft. 16,3 Prozent von ihnen hätten lieber Laschet als Ministerpräsidenten. Bei den Wählern, die älter als 65 sind, stimmten immerhin 33,8 Prozent für den CDU-Kandidaten. Aber auch in dieser Wählergruppe liegt Kraft vorne (40,4).

GrafikFrauen wollten zu 41,1 Prozent Hannelore Kraft als Ministerpräsidentin. Laschet kommt bei den Frauen auf 26,6 Prozent. Bei den Männern stimmten 35,5 Prozent für Kraft, 29 Prozent für Laschet.

GrafikBei den eigenen Wählern scheint Kraft zudem deutlich mehr Unterstützer zu haben als Laschet unter den CDU-Wählern. 91,2 Prozent der Teilnehmer, die als Parteipräferenz SPD angegeben haben, wünschen sich auch Kraft als Ministerpräsidentin. Nur 79,4 Prozent derer, die die CDU wählen wollen, wünschen sich aber Laschet.

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Geht es direkt um die Person, fällt die Entscheidung der Wähler also deutlich klarer Richtung SPD aus. Denn in der von "Spiegel Online" gestellten Sonntagsfrage für NRW (Stand 28. April) stimmten 35,9 Prozent der Teilnehmer für die SPD. 32,4 Prozent würden die CDU wählen, wenn am Sonntag Wahl wäre. Die Grünen kämen nur noch knapp über die Marke von fünf Prozent (5,8 Prozent) und lägen damit hinter FDP (9,7) und AfD (8,3). Die Linke käme auf 4,5 Prozent.

Besonders wichtig ist es den Wählern, dass die neue Landesregierung mehr Polizisten einstellt. Auf die Frage "Welches Anliegen soll die nächste Landesregierung am dringendsten umsetzen?" , antworteten 25,3 Prozent der Teilnehmer "Mehr Polizisten", 23,9 Prozent "Mehr Lehrer" einstellen. Immerhin 13,7 Prozent wollen eine Entlastung der Haushalte und 14,2 Prozent günstigen Wohnraum.

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Auch über alle Altersstufen hinweg sind der Einsatz von mehr Lehrern und Polizisten die Anliegen, die für die Wähler am dringendsten sind.

Von den Teilnehmern, die als Parteipräferenz die Linken angegeben haben, stimmten indes 30,2 Prozent für günstigen Wohnraum. 42,3 Prozent der Teilnehmer mit Präferenz für die AfD stimmten für den Einsatz von mehr Polizisten. Für dieses Anliegen entschieden sich auch mehrheitlich die FDP-Wähler (30,8 Prozent). Bei den übrigen Parteien verteilen sich die meisten Stimmen auf die Punkte "Mehr Lehrer" und "Mehr Polizisten".

 
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