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RP-Umfrage vor der NRW-Wahl
Mehrheit ist mit der Arbeit von Hannelore Kraft unzufrieden

Wahl in NRW 2017 Umfrage: Mehrheit ist mit Hannelore Krafts Arbeit unzufrieden
FOTO: dpa, ve hpl mov
Düsseldorf. Seit sieben Jahren regiert Hannelore Kraft (SPD) in Nordrhein-Westfalen. Am 14. Mai will sie erneut Ministerpräsidentin werden. Wie aber bewerten die Menschen in NRW ihre Regierungszeit?  Von Christina Rentmeister

Kein Kind zurücklassen, das Abitur nach acht Jahren, weniger Arbeitslosigkeit – das alles sind Konzepte und Ziele, die sich die rot-grüne Landesregierung vorgenommen hatte. Am 14. Mai wird in Nordrhein-Westfalen gewählt. Dann entscheiden die Menschen auch, ob sie eine Fortsetzung der derzeitigen Politik wollen oder einen Wechseln.

In einer repräsentativen Umfrage mit dem Meinungsforschungsunternehmen Civey hat RP ONLINE die Wähler in NRW gefragt: "Wie zufrieden sind Sie mit der Arbeit von Ministerpräsidentin Hannelore Kraft?". Hier können Sie auch weiterhin abstimmen:  

58,1 Prozent der Teilnehmer (Stand der Umfrage vom 5. Mai, 14 Uhr) haben dabei angegeben, dass sie mit der Arbeit der Ministerpräsidentin unzufrieden sind. 31,7 Prozent davon sind sogar sehr unzufrieden mit Krafts Arbeit, 26,4 Prozent stimmten für "eher unzufrieden". Sehr zufrieden sind 10,3 Prozent der Befragten. 21,2 Prozent gaben an, mit Krafts Regierungsarbeit eher zufrieden als unzufrieden zu sein. 10,4 Prozent waren unentschieden. 

Deutliche Unterschiede in den extremen Bewertungen sind dabei zwischen Männern und Frauen zu erkennen. Während 28,7 Prozent der Frauen sehr unzufrieden mit der Arbeit sind, sind das bei den Männern sogar 34,2 Prozent. Dafür sind 12,6 Prozent der Frauen mit der Arbeit der Ministerpräsidentin sehr zufrieden, bei den Männern nur 8,7 Prozent. Insgesamt gleicht sich das Verhältnis zwischen Zufriedenen und Unzufriedenen bei Männern und Frauen jedoch ungefähr aus. Insgesamt sind 58,9 Prozent der Männer und 57 Prozent der Frauen unzufrieden mit Krafts Arbeit.

Auch über alle Altersstufen hinweg, stellen die Teilnehmer der repräsentativen Umfrage Hannelore Kraft ein schlechtes Zeugnis für ihre Arbeit in der Landesregierung aus: 35,5 Prozent der 18- bis 29-Jährigen gaben an, sehr unzufrieden zu sein. Deutlich mehr als bei den zwischen 30 und 39 Jahre alten Wählern. Von ihnen sind nur 25,4 Prozent sehr unzufrieden, während das in den anderen Altersstufen wieder knapp über 30 Prozent sind.  Die meisten zufriedenen Wähler gibt es ebenfalls bei den 30- bis 39-Jährigen. 37,4 Prozent von ihnen sind entweder sehr oder eher zufrieden mit der Arbeit der Ministerpräsidentin. Die schlechtesten Zufriedenheitswerte erhält Kraft in der Altersklasse 40 bis 49 Jahre (24,5 Prozent).  

Wenig überraschend ist, dass die Teilnehmer, die als Parteipräferenz SPD angegeben haben, mehrheitlich zufrieden mit Kraft sind: 32,3 Prozent von ihnen sind sehr zufrieden, 43,6 Prozent eher zufrieden, nur 12,9 Prozent sind mit Krafts Arbeit unzufrieden.Von den Grünen-Wählern, den Anhängen von Krafts Koalitionspartner, gaben 51,5 Prozent an, dass sie eher zufrieden mit der Arbeit der Ministerpräsidentin sind. Am unzufriedensten sind die AfD-Wähler (91,2 Prozent) mit Kraft. Bei den CDU- und FDP-Wählern sind jeweils knapp über fünf Prozent zufrieden mit Krafts Arbeit. 

Ähnlich sieht die Bewertung der Entwicklung Nordrhein-Westfalens seit dem Amtsantritt von Hannelore Kraft vor sieben Jahren aus. 49,4 Prozent der Befragten finden, dass NRW sich seitdem zum Negativen verändert hat. 21,9 Prozent finden, das Land hat sich zum Positiven verändert. Dass sich nichts verändert hat, finden 24,4 Prozent der Teilnehmer. 4,3 Prozent wussten nicht, wie sie sich entscheiden sollten. 

Frauen (22,1 Prozent) bewerten die Entwicklung des Landes etwas häufiger mit "positiv" als Männer (21,5 Prozent). Dementsprechend sehen 51,2 Prozent der Männer die Entwicklung in Nordrhein-Westfalen negativ. Bei den Frauen sind es 47,6 Prozent. 

Bei Analyse der Umfrage nach der angegebenen Parteipräferenz der Teilnehmer ergibt sich ebenfalls ein eindeutiges Bild. Die Wähler von Grünen (46,5 Prozent) und SPD (56,8 Prozent) bewerten die Entwicklung des Landes unter Ministerpräsidentin Hannelore Kraft mehrheitlich als positiv. Alle anderen Wähler stimmten mehrheitlich für "zum Negativen". Auffällig ist, dass immerhin 19,7 Prozent der Linken-Wähler eine positive Entwicklung in NRW sehen. 

Bei den Altersstufen bewerten die jüngeren Wähler die Entwicklung von NRW etwas besser als die älteren Wähler. 26,2 Prozent der 18- bis 29-Jährigen sehen die Entwicklung des Landes positiv, ebenso wie 23,8 Prozent der 30- bis 39-Jährigen. Bei den Teilnehmern zwischen 40 und 49 Jahren sind es nur 17,6 Prozent, die die Entwicklung in NRW positiv bewerten.

In der Gruppe er über 65-Jährigen bewerten die meisten Teilnehmer die Entwicklung negativ (53,0 Prozent). Bei den 30- bis 39-Jährigen sind es mit 42 Prozent die wenigsten, die in NRW eine negative Entwicklung seit dem Amtsantritt von Hannelore Kraft sehen. 

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