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Nach der Landtagswahl in NRW
Mehrheit wünscht sich schwarz-gelbe Koalition

Wahl in NRW: Mehrheit wünscht sich schwarz-gelbe Koalition
CDU-Spitzenkandidat Armin Laschet und FDP-Chef Christian Lindner. FOTO: dpa, pil
Düsseldorf. Die Politiker verhandeln nach der Wahl in Nordrhein-Westfalen noch über die Regierungsbildung. Wir wollten in einer repräsentativen Umfrage wissen, welche der möglichen Koalitionen Sie sich wünschen. Von Christina Rentmeister

Die CDU ist bei der Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen am vergangenen Sonntag stärkste Partei geworden (33,0 Prozent) und verhandelt nun mit den anderen über eine mögliche Regierungskoalition. Die SPD um die noch amtierende Ministerpräsidentin Hannelore Kraft will nicht als kleinerer Partner in eine Koalition gehen.

CDU-Spitzenkandidat Armin Laschet verhandelt derweil mit FDP-Chef Christian Lindner über die Bedingungen für eine schwarz-gelbe Koalition. Andere Koalitions kommen nicht in Frage. Für Schwarz-Grün würde es nicht zur Mehrheit reichen. Eine Koalition mit der AfD hat die CDU genauso wie die anderen Parteien ausgeschlossen.

Zusammen mit dem Meinungsforschungsinstitut Civey wollte RP ONLINE von den Menschen wissen, welche der möglichen Koalitionen sie sich für die neue Landesregierung wünschen.

Die große Mehrheit (63,5 Prozent) hat sich in der Online-Umfrage für Schwarz-Gelb entschieden. 23,4 Prozent der Teilnehmer wünschen sich hingegen eine Große Koalition in NRW. Unentschlossen waren 13,1 Prozent.

Die Ergebnisse der repräsentativen Umfrage beziehen sich auf eine Stichprobengröße von 3013 Personen. Berücksichtigt wurden nur Menschen, die in NRW ihren Wohnort haben. Der statistische Fehler in der Gesamtauswertung liegt bei 3,1 Prozent. Geringe Unterschiede in den Ergebnissen sind daher nicht aussagekräftig.

Der Anteil derjenigen, die sich eine schwarz-gelbe Regierung wünschen, ist unter den Männern (64,8 Prozent) etwas höher als bei den Frauen (61,8 Prozent). Von ihnen wünschen sich dafür 26,4 Prozent eine Regierung aus CDU und SPD. Bei den Männern wollen das nur 21,1 Prozent.

Eine deutlich größere Zustimmung bekommt Schwarz-Gelb bei älteren Menschen. Bei den Teilnehmern, die älter als 65 Jahre sind, gaben 70,6 Prozent an, dass sie sich eine schwarz-gelbe Koalition wünschen.

Bei den 18- bis 29-Jährigen wünschen sich mit 57,7 Prozent das zwar immer noch mehr als die Hälfte der Teilnehmer, aber deutlich weniger als bei den Älteren. Etwas mehr sind es bei den 30- bis 39-jährigen Teilnehmern (58,3 Prozent). Die Altersstufe 40 bis 49 Jahre (60,8 Porzent) und 50 bis 64 Jahre (64,8 Prozent) sprechen sich wiederum deutlicher für eine Regierung aus CDU und FDP aus.

Bei der Bewertung des Gesamtausgangs der Wahl in NRW scheint das Land gespalten zu sein. In einer weiteren Umfrage von RP ONLINE und Civey gaben 52,7 Prozent an, dass sie den Ausgang "sehr positiv" (35,1 Prozent) oder "eher positiv" (17,6 Prozent) bewerten. 40,3 Prozent bewerten ihn negativ (23,5 Prozent/sehr negativ; 16,8 Prozent/eher negativ). Sieben Prozent sind unentschieden, wie sie das Wahlergebnis bewerten sollen.

In diesem Fall liegt der Umfrage eine Stichprobengröße von 4112 Teilnehmern zu Grunde, der statistische Fehler liegt in der Gesamtauswertung bei 2,6 Prozent.

Frauen und Männer gaben gleichermaßen oft an, die Landtagswahl "sehr negativ" zu bewerten (23,5 Prozent). Bei den Männern finden 36,4 Prozent wie Wahl "sehr positiv", bei den Frauen 33,4 Prozent.

Am häufigsten wurde der Wahlausgang bei den Teilnehmern, die älter als 65 Jahre sind, als "sehr positiv" bewertet. Nur 20,5 Prozent von ihnen finden ihn "sehr negativ". Bei den 30- bis 39-Jährigen haben lediglich 27,8 Prozent für "sehr positiv" gestimmt, dafür 25,2 Prozent für "sehr negativ". Die jungen Wähler (18 bis 29 Jahre) finden zu 30,3 Prozent  das Ergebnis "sehr positiv". Fast genauso viele von ihnen (30,7 Prozent) finden es "sehr negativ".

 

 

 
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