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Berechnungen der GdP
Zusätzliche Polizisten kosten NRW mehr als 5,6 Millionen

Zusätzliche Polizisten kosten NRW mehr als 5,6 Millionen
Polizisten am Flughafen Düsseldorf (Symbolfoto). FOTO: dpa, mjh fpt
Düsseldorf. Ministerpräsident Armin Laschet und sein Innenminister wollen die Polizeipräsenz auf den Straßen in NRW verbessern. Die zusätzlichen Polizisten, die bis 2022 eingestellt werden sollen, werden den Landeshaushalt noch 2017 mit deutlich mehr als fünf Millionen Euro belasten. Von Thomas Reisener

Das geht aus Berechnungen der Polizeigewerkschaft GdP hervor. Das Finanzministerium selbst will sich bislang öffentlich nicht äußern, hat aber bereits einen Nachtragshaushalt für das Jahr 2017 angekündigt.

Zuletzt wurden in NRW 2000 Polizeianwärter pro Jahr ausgebildet. Ab 2017 sollen bis 2022 jährlich 2300 eingestellt werden. Damit wollen Ministerpräsident Armin Laschet und Innenminister Herbert Reul (beide CDU) die Polizeipräsenz auf den Straßen verbessern.

Arnold Plickert, Landeschef der GdP in NRW, rechnet die Kosten vor: "Ein Anwärter verdient 14.640 Euro brutto im Jahr", so Plickert. Für 300 Anwärter kämen damit 4,4 Millionen Euro jährliche Personalkosten zusammen. Um sie zu schulen, seien 25 zusätzliche Dozenten mit je 50.000 Euro Jahresgehalt notwendig – macht weitere 1,25 Millionen Euro Personalkosten.

Hinzu kämen Sachmittel wie etwa zusätzliche Übungsmunition. "Unter dem Strich gehen wir davon aus, dass die Ausbildung von 300 zusätzlichen Polizeianwärtern den Landeshaushalt im Einstellungsjahr mehr als 5,65 Millionen Euro kostet", resümierte Plickert.

Ein Sprecher des NRW-Innenministeriums bestätigte die Personalkosten für die Anwärter in Höhe von 4,4 Millionen Euro pro Jahr. Weitere Kosten habe das Innenministerium noch nicht durchgerechnet.

 
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