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Wuppertal
Landtag berät über Munitionsskandal

Wuppertal. Der Diebstahl der 1000 Schuss Munition aus der Waffenkammer der Justizvollzugsanstalt (JVA) Wuppertal-Ronsdorf, über den unsere Redaktion exklusiv berichtete, wird Thema im Landtag.

Die CDU-Landtagsfraktion hat eine Sondersitzung des Rechtsausschusses beantragt. "Justizminister Thomas Kutschaty muss sich schnellstmöglich gegenüber der Öffentlichkeit erklären. Die Menschen erwarten unverzüglich Auskunft über die Gefahren, die von diesem neuerlichen Justizskandal ausgehen", sagte der rechtspolitische Sprecher der CDU-Landtagsfraktion, Jens Kamieth. Der Verlust von 1000 Schuss Munition zeige, dass Kutschaty nunmehr die Kontrolle über das Jugendgefängnis komplett verloren habe. "Der Gedanke, dass in einer Justizvollzugsanstalt des Landes unbemerkt Munition abhandenkommen konnte, ist unerträglich", so Kamieth.

Die Wuppertaler Staatsanwaltschaft ermittelt bereits seit Mai in dem Fall gegen Unbekannt. Recherchen unserer Redaktion hatten den neuerlichen Skandal an die Öffentlichkeit gebracht. Die Leiterin der JVA hatte den Fehlbestand den Ermittlungsbehörden gemeldet. Zugang zur Waffenkammer hat eigentlich nur das JVA-Personal. Die Patronen haben das Kaliber neun Millimeter und passen in die Dienstwaffen der Bediensteten von Justiz und Polizei. Das Justizministerium will sich mit Verweis auf ein laufendes Verfahren nicht äußern.

(csh)
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