| 20.06 Uhr

Düsseldorf
Landtag für Olympische Spiele 2028 an Rhein und Ruhr

Düsseldorf. Im Landtag besteht Einigkeit, dass Olympische und Paralympische Spiele 2028 in NRW eine große Chance böten, die Sportregion der Weltöffentlichkeit zu präsentieren. "Erfolgreiche Spiele wären ein riesiger Imagegewinn für unser Bundesland", betont die CDU.

Wie die anderen Parteien auch spricht sich die Union gegen den zunehmenden Gigantismus aus. Vielmehr sollte ökonomische, ökologische und soziale Nachhaltigkeit "zu einem Markenzeichen" der Spiele werden, so ihr Sportexperte Holger Müller. Die FDP will, dass die rot-grüne Landesregierung die vorhandenen Sportstätten und die entsprechende Infrastruktur schon jetzt auf ihre Olympiatauglichkeit überprüft und Vorschläge für eine Bewerbung der "Städteregion Rhein-Ruhr Olympic City" macht. Nur so könne ein konstruktiver Dialog mit dem für die Bewerbung zuständigen Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) geführt werden, sagte Björn Kerbein (FDP).

Das allerdings geht der SPD zum jetzigen Zeitpunkt zu weit. Der DOSB habe derzeit nicht die Absicht, einen Antrag auf Olympische Spiele in Deutschland zu stellen, so der sportpolitische Sprecher der SPD, Rainer Bischoff. Falls 2017 einer der europäischen Bewerber den Zuschlag für die Spiele 2024 erhalte, gebe es für 2028 keine realistische Chance. Gleichwohl sage die SPD "ein klares Ja zu Olympischen Spielen in NRW". Josefine Paul (Grüne) sagte, das Land habe mehrfach bewiesen, dass es sportliche Großereignisse organisieren kann. Allerdings sei der Rückhalt der Bevölkerung nötig. Nach einer repräsentativen Umfrage im Auftrag unserer Redaktion wollen 68 Prozent der 1004 Befragten 2028 Olympische Sommerspiele an Rhein und Ruhr.

(hüw)
Diskussion
Ihre Meinung zum Thema ist gefragt

Schreiben Sie jetzt Ihre Meinung zu:

Landtag für Olympische Spiele 2028 an Rhein und Ruhr


Beachten Sie dabei bitte unsere Regeln für Leserkommentare.