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Bonn
Lehrerin im Netz bedroht - Schüler zahlt 1000 Euro

Bonn. Ein 18-Jähriger muss 1000 Euro Schadensersatz an das Land NRW zahlen, weil eine Pistolen-Zeichnung von ihm auf Facebook eine Lehrerin für fünf Monate dienstunfähig machte. Mit diesem Vergleich endete ein Zivilverfahren vor dem Bonner Landgericht. Der Ex-Schüler hatte als 14-Jähriger im März 2012 eine aus Satzzeichen bestehende Zeichnung einer Pistole bei Facebook gepostet und sie seiner verhassten Lehrerin gewidmet. Die 53 Jahre alte Pädagogin, seit vielen Jahren psychisch instabil, erfuhr davon und reagierte heftig. Sie wurde arbeitsunfähig und war fünf Monate lang krankgeschrieben.

Das Land NRW verklagte daraufhin den ehemaligen Schüler auf 14.377 Euro Schadensersatz - das Gehalt, das der Lehrerin in den fünf Monaten gezahlt worden war. Eine Psychiaterin hatte in einem Gutachten erklärt, dass die Lehrerin eine posttraumatische Störung erlitten habe. Das Gericht hielt dagegen: Dem damals 14-Jährigen, der sich gemobbt gefühlt hatte, sei nicht zuzurechnen, wenn eine Lehrerin aufgrund eines privaten Posts dienstunfähig werde. Aus "erzieherischen Gründen" soll er nun eine Entschädigungssumme zahlen.

(dpa)
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