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Leverkusen
Leverkusen will Flüchtlingshelfer stärker überprüfen

Leverkusen. Die Stadt Leverkusen will von ehrenamtlichen Helfern, die Flüchtlinge betreuen, demnächst offenbar ein sogenanntes erweitertes Führungszeugnis verlangen. Nach Informationen unserer Redaktion arbeitet die Stadtverwaltung gerade an einem Konzept für Zugangskontrollen, durch die ehrenamtliche Helfer registriert werden. Eine Sprecherin der Stadt Leverkusen wollte sich zu dem Thema auf Anfrage gestern nicht äußern. Mit der Neuerung will die Stadt offenbar sicherstellen, dass sie keine Sexualstraftäter als Flüchtlingshelfer einstellt. Bei dem erweiterten Führungszeugnis sind anders als in der einfachen Variante auch Strafen für Sexualdelikte erfasst, die unter den Grenzen von 90 Tagessätzen oder drei Monate Gefängnis liegen, etwa wegen Besitzes von Kinderpornografie oder Exhibitionismus.

Bislang ist es so, dass Kommunen selbst darüber entscheiden, ob sie ein Führungszeugnis verlangen. Die Bundesregierung will deshalb ein verpflichtendes Führungszeugnis für das feste Personal in Flüchtlingsunterkünften einführen. Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig (SPD) erklärte gestern, sie habe sich mit Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) darauf verständigt, eine Regelung in das derzeit diskutierte Asylpaket aufzunehmen. Die Verpflichtung soll für alle Haupt- und Ehrenamtlichen gelten. Das sei eine "wirklich wirksame Schutzmaßnahme", so Schwesig.

(csh)
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