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Köln/Leverkusen
Leverkusener wird in Gaststätte erschossen

Köln/Leverkusen. Ein 46-jähriger Leverkusener Getränkehändler ist in der Nacht zu gestern in der Gaststätte "La Fayette" an der Kölner Keupstraße erschossen worden. Drei gezielte Schüsse soll der flüchtige Täter auf das Opfer abgefeuert haben. Darunter soll auch ein Kopfschuss gewesen sein, wozu sich die Polizei Köln allerdings nicht äußern will. Sie macht auch keine Aussagen zum Hintergrund der Schießerei, die sich an einem bekannten Ort abgespielt hat. Denn in der Nähe des "La Fayette" an der Keupstraße sind bei dem ausländerfeindlich motivierten Nagelbombenattentat am 9. Juni 2004 insgesamt 22 Menschen verletzt worden. Es wird dem NSU (Nationalsozialistischer Untergrund) zur Last gelegt. Von Gundhild Tillmanns

Auf Nachfrage bei der Polizei Köln zu einem möglichen politischen Tathintergrund, sagte ein Polizeisprecher gestern: "Wir sind noch ganz am Beginn eines Todesermittlungsverfahrens und ermitteln in alle Richtungen." Der Leverkusener soll mehrere Gaststätten in Köln-Mülheim beliefert haben und im Viertel um die Keupstraße herum bekannt gewesen sein.

Gegen 1.40 Uhr wurde der Rettungsdienst von einer Zeugin alarmiert. Der ebenfalls herbeigerufene Notarzt konnte nur noch den Tod des 46-Jährigen feststellen. Sofort nach der Tat wurde eine Mordkommission gebildet. Bereits in der Nacht und vor allem am gestrigen Vormittag wurden Zeugen befragt und Spuren gesichert. Zur Tatzeit selbst sollen nur wenige Gäste im "La Fayette" gewesen sein. Ob die einen Streit zwischen dem Leverkusener und dem Bewaffneten miterlebt haben, wollte die Polizei nicht sagen. Sie gab auch keine Beschreibung des bewaffneten Flüchtigen heraus, bat dennoch um Angaben von Zeugen, die zwischen 1.30 Uhr und 2 Uhr am Donnerstagmorgen an der Keupstraße verdächtige Beobachtungen gemacht haben.

Quelle: RP
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