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Düsseldorf
Löhrmann: G8/G9-Reform spätestens ab 2019/2020

Düsseldorf. NRW-Schulministerin Sylvia Löhrmann (Grüne) hat ihr Reformmodell für eine Wahl zwischen dem Abitur nach acht oder neun Jahren (G8/G9) und eine stärkere Förderung der Schüler verteidigt. Demnach sollen die Klassen sieben bis zehn für eine "individuelle Lernzeit" genutzt werden. Dazu können die größeren Gymnasien nach Klasse sechs einen drei- und einen vierjährigen Zweig einrichten. Es soll aber auch möglich sein, dass die Schule in diesem Zeitraum allen Kindern neben dem Unterricht im Klassenverband individuelle Lernzeiten mit Wahlpflichtfächern und dem Besuch des Unterrichts in - je nach Lernfortschritt - höheren oder niedrigeren Jahrgangsstufen anbietet. Die Zeit bis zur (dreijährigen) Oberstufe könne fünf oder sechs Jahre dauern.

Zudem solle die Schullaufbahn auch an den Gesamtschulen individueller gestaltet werden. Die zweite Fremdsprache würde an allen weiterführenden Schulen wieder mit Klasse sieben beginnen.

Nach der NRW-Wahl werde das Land eine entsprechende Gesetzesnovelle auf den Weg bringen, kündigte Löhrmann an. Die Schulen müssten entscheiden, ob sie die individuellen Lernzeiten zum Schuljahr 2018/2019 oder spätestens ein Jahr später einführen wollten. Außerdem müssten sie festlegen, welchen Weg sie dabei gehen wollen; eine spätere Revision solle aber möglich sein. Die Reformvorstellungen der anderen Parteien seien mit ihrem Modell vereinbar, sagte die Ministerin. Sie wolle die festgefahrene Strukturdebatte auflösen.

Der Lehrerverband VBE fragt derweil kritisch, ob Löhrmann eine "Gesamtschule mit Gymnasialzweig oder ein Gymnasium mit Gesamtschulzweig" plane.

(hüw)
 
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