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Burscheid
Messerattacke im Rathaus Burscheid

Burscheid. Ohne Vorwarnung hat ein 67-jähriger Mann eine Angestellte angegriffen. Von Simon Janssen

Aufregung im Burscheider Rathaus: Ein 67-jähriger Burscheider hat gestern Morgen eine Mitarbeiterin eines Servicebüros der Bergischen Licht-, Kraft- und Wasserwerke GmbH (Belkaw) mit einem Messer verletzt. Wie die Polizei mitteilte, betrat der Täter gegen 8.50 Uhr das Gebäude, zückte ein Messer und griff die 64-Jährige ohne Vorwarnung an.

Sie konnte den Angriff noch abwehren, erlitt aber Schnittwunden am Kopf. Laute Hilferufe alarmierten einen weiteren Mitarbeiter. Nach dessen Einschreiten ließ der Täter von seinem Opfer ab und begab sich zurück in den Wartebereich, wo er sich wenige Minuten später widerstandslos festnehmen ließ. Die verletzte Frau wurde vom Rettungsdienst in ein Krankenhaus gebracht, wo sie stationär bleiben musste.

Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen aufgenommen, das Motiv des Mannes ist aber noch unklar. Er ist der Polizei zwar aufgrund einer sogenannten psychischen Auffälligkeit bekannt, aber bisher nicht durch Gewalttaten aufgefallen. Nach jetzigem Stand kann eine Beziehungstat ausgeschlossen werden - ein Kapitalverbrechen hingegen nicht.

Die Tat erinnert an einen Fall im September 2012. Damals wurde eine Sachbearbeiterin des Jobcenters Neuss von einem 52-jährigen Mann erstochen, weil er den Missbrauch seiner persönlichen Daten vermutete. Er habe zugestochen, die Frau aber lediglich am Arm verletzen wollen, sagte der Täter, der zu einer lebenslangen Haftstrafe verurteilt wurde. Die Tat löste eine bundesweite Debatte über die Sicherheitsvorkehrungen in Arbeitsvermittlungen und Behörden aus.

Quelle: RP
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