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Düsseldorf
Nach Amoklauf in Kanzlei: Anwalt kündigt Mietvertrag

Düsseldorf. Eigentlich wollte Rechtsanwalt Martin Lauppe-Assmann nicht umziehen. Er wolle sein Leben nicht von dem Mann bestimmen lassen, der am 28. Februar in seiner und einer Erkrather Kanzlei drei Menschen tötete, zwei weitere schwer verletzte. Doch inzwischen hat Lauppe-Assmann sein Büro in einem anderen Stadtteil eröffnet. Denn seine traumatisierten Mitarbeiter wollten nicht an den Tatort zurück, an dem ihre Kollegen starben und den der Mörder in Brand gesetzt hatte.

Der ADAC Nordrhein hatte die Räume bis 2019 vermietet. Man habe den Vertrag vorzeitig beendet, bestätigte eine Sprecherin gestern: "Wir haben großes Verständnis für die besondere Situation." Man habe vereinbart, die Kaution von 7800 Euro für den Ausgleich des Mietausfalls zu verwenden.

Die Ermittlungen gegen den aus China stammenden mutmaßlichen Täter Yanquin T. dauern unterdessen an. T. war am Tattag festgenommen worden, als er in Goch seine frühere Chefin angriff. Ein durch sie in Gang gebrachtes Strafverfahren soll Auslöser für T.s Hass auf Anwälte gewesen sein, der in dem Amoklauf eskalierte.

(sg)
 
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