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Köln/Bonn
Notfallplan für Flughafen bleibt trotz Panne gültig

Köln/Bonn. Monatelang stand der Notfallplan für den Köln/Bonner Flughafen im Netz. Schuld ist eine Datenpanne. Jetzt prüfen die Behörden, was mutmaßliche Terroristen mit den Informationen anfangen könnten. Das Ausmaß des Schadens ist noch unklar. Trotzdem bleibt der Notfallplan derzeit gültig.

Ein externer Gutachter werde entscheiden, ob der Plan überarbeitet werden müsse. Den 234-seitigen Notfallplan hatte der Airport nach Bekanntwerden des Lecks von seinen Servern genommen. Inzwischen sei er auch nicht mehr im Netz zu finden, sagte ein Flughafensprecher. In dem Plan werden Vorgaben für das Verhalten bei Terroranschlägen, Bombendrohungen und Geiselnahmen gemacht. Es handele sich um "allgemeine Handlungsanweisungen und grundsätzliche Verhaltensregeln", aber keine "einsatztaktischen Detailmaßnahmen", versicherte der Airport. Künftige Pannen dieser Art seien ausgeschlossen, sagte Flughafenchef Michael Garvens.

Der Notfallplan war nach einem ZDF-Bericht seit November vergangenen Jahres im Internet einsehbar. Ursache sei eine "fehlerhafte Anwendung des internen Redaktionssystems", teilte der Flughafen mit. "Wenn in dem Notfallplan sensible Interna zu finden sind, wissen alle, die Straftaten oder Anschläge im Sinne haben, wie Polizei, Verwaltung und Feuerwehr im Ernstfall agieren", warnte der NRW-Landesvorsitzende der Deutschen Polizeigewerkschaft, Erich Rettinghaus, und forderte: "Der Flughafen Köln/Bonn muss nun einen komplett neuen Plan erstellen. Alles, was bisher erarbeitet worden ist, ist nicht mehr verwendbar."

(dpa)
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