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NRW
200.000 Wohnungen für Flüchtlinge notwendig

Düsseldorf. Für die Unterbringung der Flüchtlinge mit Bleibeperspektive sind nach Berechnungen der Landesregierung rund 200.000 Wohnungen notwendig. Davon sollen bis zu 130.000 kurz- und mittelfristig neu errichtet werden, teilte Bauminister Michael Groschek (SPD) am Donnerstag auf eine Anfrage der CDU-Opposition im Düsseldorfer Landtag mit.

Weitere 80.000 Wohnungen sollten aus Leerständen mobilisiert werden. Dazu würden allerdings Bestandssanierungen erforderlich. In NRW gebe es derzeit einen "strukturellen Wohnungsleerstand" oberhalb der marktüblichen Fluktuationsreserve von drei Prozent.

Groschek betonte, dass der Neubedarf nicht vorwiegend für Flüchtlinge realisiert werden solle, sondern als Wohnraum "für die ganze Breite der Bevölkerung". Ziel müsse es sein, möglichst viele Flüchtlingshaushalte in die bestehenden Wohnquartiere zu integrieren. Die landesweiten Wohnreserven bezifferte der Bauminister mit einer Fläche von rund 19.000 Hektar. Die Landesregierung rechnet damit, dass von den Zuwanderern der Jahre 2015 und 2016 an Rhein und Ruhr etwa 250.000 eine Bleibeperspektive haben werden.

(KNA)
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