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Düsseldorf
NRW ist Schlusslicht bei Kita-Betreuung

Düsseldorf. In den ostdeutschen Bundesländern werden fast doppelt so viele Kinder unter drei Jahren in einer Kita oder durch Tagesmütter betreut als in Westdeutschland. Das geht aus einer Veröffentlichung des Statistischen Bundesamtes hervor. In Westdeutschland bildet NRW das Schlusslicht. Dabei ist der Ausbau der Kindertagesbetreuung ein wichtiges Thema für viele Familien. Nur wenn die Infrastruktur stimmt und ausreichend Kita-Plätze vorhanden sind, entscheiden sich vor allem junge Menschen für Nachwuchs.

Mit dem Stichtag 1. März 2015 wurden bundesweit 693.343 Kinder unter drei Jahren in einer Kita oder in der Tagespflege betreut (Betreuungsquote 32,9 Prozent). NRW landet mit einer Quote von 25,9 Prozent auf dem letzten Platz, auch wenn es hier im Vergleich zum Vorjahr den höchsten Anstieg (plus 2,1 Prozentpunkte) gab. Insgesamt wurden in NRW im März 117.428 unter Dreijährige betreut. Bayern folgt mit 92.668 Kindern. Die Betreuungsquote liegt hier bei 27,5 Prozent.

In NRW nutzen Familien in den Regionen Düsseldorf, Bonn und dem Rheinisch-Bergischen Kreis am häufigsten Betreuungsangebote für unter Dreijährige. Dort liegt die Betreuungsquote bei 30 bis 40 Prozent. Im Oberbergischen Kreis, Duisburg, Oberhausen und Mönchengladbach hingegen liegt die Quote bei unter 20 Prozent.

Generell bewegt sich die Betreuungsquote in Westdeutschland auf einem deutlich geringeren Niveau als in Ostdeutschland, so das Statistische Bundesamt. Dennoch sei positiv zu bewerten, dass die Betreuungsquote nur in wenigen Regionen weniger als 20 Prozent beträgt - in Ostdeutschland sind es flächendeckend mindestens 40 Prozent. Hingegen lag der Anteil der Kita-Kinder mit Migrationshintergrund in den ostdeutschen Kreisen deutlich unter dem in westdeutschen Kreisen.

(jeku)
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