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Düsseldorf
NRW will Firmen doch mehr Flächen zur Verfügung stellen

Düsseldorf. Wegen des heftigen Widerstands aus der Wirtschaft ist die Landesregierung nach Informationen unserer Zeitung zu Zugeständnissen bei den Raumansprüchen von Unternehmen bereit. Laut NRW-Staatskanzlei sollen heute "wesentliche Änderungen" am Entwurf für den neuen Landesentwicklungsplan (LEP) vorgestellt werden. Nach dem bisherigen Konzept soll der Flächenverbrauch in NRW bis 2020 von derzeit 14 auf fünf Hektar pro Tag beschränkt werden.

Statt neue Flächen etwa für Gewerbegebiete auszuweisen, sollen die Städte bevorzugt Brachflächen für Neuansiedlungen nutzen. "Das ist so wohl nicht durchsetzbar", heißt es jetzt im Umfeld der Landesregierung. Die "Clearingstelle Mittelstand", in der neue Gesetze und Planungen in NRW auf Wirtschaftsverträglichkeit geprüft werden, lehnt den bisherigen LEP-Entwurf weitgehend ab: Die scharfen Vorgaben zum Flächenverbrauch gefährdeten das Wachstum, die landeseigenen Klimaschutzziele schreckten Investoren ab.

Im neuen Entwurf will die Landesregierung dem Vernehmen nach nun feststellen, dass die ökonomische Kraft der Unternehmen eine Voraussetzung nicht nur für Wohlstand, sondern auch für Umweltschutz-Ambitionen ist. Von den ehrgeizigen Klimaschutz-Zielen selbst wird aber nicht abgerückt.

(tor)
 
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