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Untersuchung in 49 Städten
13 Großstädte in NRW erhöhen Kita-Beiträge

13 Großstädte in NRW erhöhen Kita-Beiträge
Je nachdem wo die Eltern in Nordrhein-Westfalen wohnen, müssen sie für den Kindergarten unterschiedlich tief in die Tasche greifen. FOTO: Kleinrensing
Düsseldorf. Mehrere Großstädte in Nordrhein-Westfalen haben ihre Kindergartenbeiträge im Vergleich zum Vorjahr erhöht. Nach einer am Donnerstag in Düsseldorf veröffentlichten Untersuchung des Bundes der Steuerzahler (BdSt) hoben 13 der 49 größten Städte die Elternbeiträge an. Weitere Kommunen erhöhten die Beitragsfreigrenzen.

Der Steuerzahlerbund in NRW untersuchte die Kindergartenbeiträge in 23 kreisfreien Städten sowie in 26 Städten mit mehr als 60.000 Einwohnern. Vier Städte senkten ihre Beiträge gegenüber dem Vorjahr zumindest teilweise. "Auffällig" sei, dass die rheinische Stadt Troisdorf die kostenlose Betreuung von Kindern, die 25 Stunden in den Kindergarten gehen, abgeschafft habe, heißt es in der Untersuchung.

Der Steuerzahlerbund kommt zum Ergebnis, dass einige Städte "insgesamt vergleichsweise hohe Gebühren" erheben. Beispiele seien Köln, Oberhausen, Bonn, Essen und Hagen, durchweg hoch verschuldete Kommunen. Insgesamt schwankten die Elternbeiträge landesweit sehr stark. Während die Eltern für die 45-stündige Wochenbetreuung ihrer Unterdreijährigen in Köln monatlich 269 Euro und in Arnsberg sogar 408 Euro bezahlen müssen, lägen die Beiträge in Düsseldorf bei monatlich 75 und in Siegen bei 101 Euro.

Duisburg wird als Beispiel für Städte genannt, die für Familien mit einem Einkommen von bis zu 40.000 Euro durchgängig hohe Gebühren erheben, gleich ob die Kinder über oder unter zwei Jahre alt sind und ob sie 25 oder 45 Stunden betreut werden. Für Unterdreijährige müssen in den Duisburger Kitas für eine 45-Stunden-Betreuung pro Monat 252 Euro gezahlt werden.

In Hamm und Krefeld dagegen kommen Familien mit einem höheren Einkommen günstig weg. In Oberhausen werden vor allem Familien mit niedrigerem und mittlerem Einkommen stärker zur Kasse gebeten, während die Kommune bei der höchsten Einkommensstufe nicht mehr zu den Spitzenreitern zählt.

(KNA)
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