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Fast 200 Vorfälle in NRW
13-Jähriger schlägt Grusel-Clown mit Hammer in die Flucht

13-Jähriger schlägt Grusel-Clown mit Hammer in die Flucht
Sichtungen von gruseligen Clowns nehmen deutlich zu. Viele Opfer wehren sich mit Gewalt gegen die Schreck-Attacken. FOTO: dpa, pdz lof sab
Bad Honnef. Mit einem Hammer hat sich ein 13-Jähriger in Bad Honnef gegen einen "Grusel-Clown" gewehrt. Der Junge sei am Dienstagabend von einem Clown angegriffen und erschreckt worden.

Da er auf dem Rückweg von einem Werkskurs gewesen sei, habe er den Hammer dabei gehabt und sich verteidigen können, teilte die Polizei am Mittwoch mit. Mit dem Werkzeug schlug er den Clown mehrere Male auf den Rücken, der Mann ergriff die Flucht.

Auch in Bochum wehrte sich ein Mann gegen eine Clown-Attacke mit einem gezielten Faustschlag auf die Nase. Der unbekannte Angreifer ging zu Boden. "Dabei verrutschte die Clown-Maske und gab den Blick auf eine "ordentlich verschobene Nase" frei", teilte die Polizei mit.

NRW liegt bei Clown-Vorfällen vorne

In Nordrhein-Westfalen hat es im bundesweiten Vergleich mit Abstand die meisten polizeibekannten Vorfälle mit Grusel-Clowns gegeben. Seit der vergangenen Woche hätten die Polizeibehörden insgesamt 190 Zwischenfälle gezählt, sagte eine Sprecherin des NRW-Landeskriminalamt am Mittwoch der Nachrichtenagentur dpa. Diese reichten von bloßen Sichtungen über Erschrecken bis hin zu versuchten oder tatsächlichen Angriffen mit Messern oder anderen Waffen. Acht Menschen seien demnach bisher leicht verletzt worden.

Bundesweit hat es mindestens 370 polizeibekannte Zwischenfälle mit Grusel-Clowns gegeben. Das ergab eine dpa-Umfrage bei Polizeibehörden und Landeskriminalämtern. Allerdings erfassen nicht alle Bundesländer die Vorfälle zentral. Einige berichten lediglich von "mehreren Sichtungen" oder Einzelfällen. Die Umfrage erhebt daher keinen Anspruch auf Vollständigkeit.

(bur/dpa)
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