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Kreis Höxter
31-Jähriger will Maschinengewehr für Fantasie-Staat kaufen

60 Jahre Kalaschnikow
60 Jahre Kalaschnikow FOTO: AP
Paderborn. Für den Versuch, eine Kalaschnikow zu kaufen, soll sich ein 31-Jähriger aus Warburg vor Gericht verantworten. Er habe damit eine Polizei für den selbst ernannten "Freistaat Preußen" aufbauen wollen.

Wie die Staatsanwaltschaft Paderborn am Donnerstag mitteilte, wirft sie dem Mann einen Verstoß gegen das Kriegswaffenkontrollgesetz vor. Der 31-Jährige habe im Jahr 2014 zweimal vergeblich versucht, bei einem Waffenhändler in Luxemburg ein Gewehr des Typs AK-47 zu kaufen. Dabei habe er einen "Staatsangehörigkeitsausweis" eines angeblichen Freistaates Preußen vorgelegt.

Der Waffenhändler schaltete die Ermittler ein. Im Frühjahr 2015 durchsuchten Staatsanwaltschaft und Landeskriminalamt daraufhin mehrere Häuser und Wohnungen im Kreis Höxter. Bis auf den Besitz geringer Mengen an Munition hätten sich keine Hinweise darauf ergeben, dass es weitere Versuche gegeben habe, Waffen zu kaufen.

Die Gruppe "Freistaat Preußen" erkennt die Existenz der Bundesrepublik Deutschland nicht an und gibt eigene "Ausweise" aus. 

Die Bundesregierung hatte 2012 in einer Antwort auf eine Anfrage der Linken mitgeteilt, es gebe eine Reihe unterschiedlichster Personen und Gruppierungen, die die Existenz der Bundesrepublik leugneten. In vielen Fällen handele es sich lediglich um lokal oder regional aktive Einzelpersonen oder Gruppen.

(lukra/lnw)
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