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Statistik
434.000 Menschen zogen 2014 nach NRW

NRW von A bis Z
NRW von A bis Z FOTO: dpa, Martin Gerten
Düsseldorf. Im vergangenen Jahr zogen so viele Menschen nach Nordrhein-Westfalen wie seit 1990 nicht mehr. Rund 434.000 Personen kamen 2014 in das bevölkerungsreichste Bundesland, ein Plus von 13,5 Prozent im Vergleich zu 2013, wie das Statistische Landesamt am Freitag in Düsseldorf mitteilte. Im Jahr 1990 waren es 497.700 Neuankömmlinge.

Auch bei denen, die aus dem Ausland nach NRW kamen, gab es mit 20,5 Prozent ein deutliches Plus. In Zahlen ausgedrückt heißt das, das unter den etwa 434.000 Zugezogenen 289.900 Menschen aus dem Ausland waren - ebenfalls ein Höchststand seit 1990. Darunter waren nach Angaben des Landesamtes auch anerkannte Asylbewerber.

Die meisten Zugezogenen kamen laut Statistik aus den EU-Ländern Polen (45.500), Rumänien (40.300), Bulgarien (16.100) und Italien (13.100). Aus Syrien kamen 12.300 Zuwanderer, 248,8 Prozent mehr als im Vorjahr (3.500). Rund 144.100 Neuankömmlinge stammten aus anderen Bundesländern, davon die meisten aus Niedersachsen (32.700), Baden-Württemberg (18.600) und Hessen (18.500).

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Verlassen haben NRW im vergangenen Jahr rund 340.300 Menschen, das waren 7,1 Prozent mehr als 2013. Somit sind im vergangenen Jahr 93.600 Menschen mehr nach NRW gezogen als das Land verlassen haben.
"Der Wanderungsgewinn war damit nicht nur um 29.000 beziehungsweise 45,0 Prozent höher als im Vorjahr, sondern auch der höchste Zuzugsüberschuss seit 1992 (damals: plus 161 200)", so die Statistiker vom Landesamt.

Rund 182.000 Menschen meldeten sich 2014 von ihrem NRW-Wohnort ab und zogen ins Ausland, 14,3 Prozent mehr als ein Jahr zuvor mit 159.300 Personen. Die meisten zogen nach Polen (31.000), Rumänien (28.100)
und Bulgarien (9.800). Beliebteste Auswanderungsländer der Deutschen aus NRW waren die Schweiz (2.400), Großbritannien (2.000), die USA (2.000) und die Türkei (1.900). Etwa 158.300 NRW-Bürger gingen in ein anderes Bundesland - meistens nach Niedersachsen (34.300), Bayern (20.600) und Baden-Württemberg (20.300).

(KNA)
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