| 10.08 Uhr

Vorfall auf der A52
Polizei schließt Wurfattacke von Autobahnbrücke aus

Video: Sockel für Baustellenschild auf fahrendes Auto geworfen
Essen. Die eigene defekte Motorhaube und nicht der Wurf eines 30-Kilo-Klotzes hat vor gut einer Woche ein Auto auf der Autobahn 52 demoliert. Die zur Ermittlung eingeschaltete Mordkommission schließt eine Straftat jetzt aus.

Das teilte die Polizei Essen am Dienstag mit. Der 30 Kilogramm schwere Fuß einer Baustellenbake, der zunächst als Wurfgeschoss gegolten hatte, habe zweifelsfrei schon seit Tagen an der Unfallstelle gelegen. Das habe ein Zeuge bestätigt, sagte ein Sprecher der Polizei Essen unserer Redaktion. 

Am Montag vergangener Woche war die Windschutzscheibe des Wagens eines 21 Jahre alten Autofahrers mit einem lauten Knall zersplittert. Der Fahrer hatte angegeben, es sei vermutlich etwas von oben auf sein Auto gekracht. Da der Vorfall an einer Brücke geschah und im Unfallbereich der Baken-Fuß gefunden wurde, sei dies auch nicht abwegig gewesen, so der Polizeisprecher. Die Polizei ermittelte daher wegen versuchter Tötung.

Der Gutachter geht aber davon aus, dass sich die Motorhaube während der Fahrt geöffnet hat und gegen die Windschutzscheibe geschlagen ist. Der Experte geht davon aus, dass die Verriegelung der Motorhaube defekt gewesen sei. Er schließt laut Polizei aus, dass die Beschädigungen durch den Aufschlag eines Wurfgeschosses entstanden sein könnten.

Die Polizei wartet nun nach eigenen Angaben noch auf das Gutachten, dann sei zu erwarten, dass die Ermittlungen eingestellt werden.

(das/felt/lnw)
 
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