| 14.17 Uhr

Explosionsgefahr in Aachen
Versuchte Automatensprengung - Wohnhaus geräumt

Aachen. Immer wieder versuchen Täter in NRW, Geldautomaten zu sprengen - und nehmen dabei erhebliche Zerstörung und sogar Menschenleben in Kauf. In Aachen muss deswegen ein Wohnhaus evakuiert werden. Die Täter können zunächst flüchten.

Nach einer versuchten Geldautomatensprengung ist ein Wohnhaus in Aachen am Freitagmorgen geräumt worden. Die Feuerwehr warnte vor einer Explosionsgefahr rund um den Tatort im Eingangsbereich einer Bank. Ein Entschärfer des Landeskriminalamtes war im Einsatz und sprengte den Automaten kontrolliert, wie die Polizei mitteilte. "Jegliche Gefahr musste ausgeräumt werden", sagte eine Sprecherin. Die Täter konnten zunächst flüchten.

Der Eingangsbereich des Geldinstituts war den Angaben zufolge bei der versuchten Sprengung am frühen Morgen erheblich beschädigt worden. Am Tatort hätten die Einsatzkräfte Gasflaschen gefunden, sagte ein Feuerwehrsprecher. "Was gesprengt worden ist, sind die Zünder." Am Vormittag sei die Gefahr gebannt gewesen und es gab Entwarnung. Die Anwohner konnten in ihre Wohnungen zurückkehren, die direkt über der betroffenen Bank liegen.

Belgische Polizei beteiligt sich an Fahndung

Acht Menschen hatten demnach ihre Wohnungen vorübergehend verlassen müssen. "Wir haben einen Betreuungsplatz in der benachbarten Unterkunft des Technischen Hilfswerks eingerichtet", sagte der Feuerwehrsprecher. Betroffen von dem Einsatz waren auch die Autofahrer. Die Trierer Straße, eine vierspurige Hauptverkehrsader in Aachen, wurde zeitweise gesperrt.

Polizisten untersuchten den Tatort. "Es sieht wohl so aus, dass im Vorraum der Bank noch Gasgemisch war", sagte die Polizeisprecherin. Bei der Fahndung nach den Tätern sei auch die belgische Polizei eingeschaltet worden. Die Unbekannten seien vermutlich mit einem dunklen Audi geflüchtet. Ob sie tatsächlich Geld erbeuten konnten, war zunächst unklar.

Immer wieder jagen Kriminelle in Nordrhein-Westfalen Geldautomaten in die Luft und türmen mit dem erbeuteten Geld. In diesem Jahr gab es bereits mehrere Dutzend Fälle.

(lsa/lnw)