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Vorsorge für atomaren Gau
Knapp 14.000 Aachener Haushalte beantragen Jodtabletten

Aachen: Knapp 14.000 Haushalte beantragen Jodtabletten
Das belgische Atomkraftwerk Thiange. FOTO: dpa, rj fdt
Aachen. Bis Mitte des Monats können Bewohner der Stadt Aachen Jodtabletten beantragen. Bislang taten das rund 14.000 Haushalte. Die Tabletten sollen im Falle eines atomaren Notfalls helfen. 

Fast 14.000 Haushalte in der Stadt Aachen haben bis kurz vor Fristablauf am 15. November Jodtabletten bei der Stadt beantragt. Das gab die Stadt in einer Pressemitteilung zur Zahl der bis Montagmittag beantragten Bezugscheine bekannt. Bis einschließlich Mittwoch können Bewohner der Städteregion Aachen, der Stadt Aachen sowie der Kreise Düren, Heinsberg und Euskirchen die kostenfreien Jodtabletten bei den zuständigen Behörden beantragen. Das gilt für Menschen, die 45 Jahre und jünger sind, Schwangere und Stillende.

Wegen der Nähe zum umstrittenen belgischen Kernkraftwerk Tihange hatte die Region beim Land Nordrhein-Westfalen darauf gedrungen, die Bevölkerung mit den Tabletten zu versorgen. Politik und Verwaltung bezweifeln, dass dies im Ernstfall rechtzeitig gelingen kann. Die hoch dosierten Jodtabletten sollen verhindern, dass die Schilddrüse radioaktives Jod aufnimmt. Wegen Tausender Mikrorisse am Atommeiler Tihange 2 ist dessen Sicherheit umstritten.

Die Vorab-Verteilung ist bundesweit bisher nur in Ausnahmefällen und für einen sehr eng begrenzten Bereich zugelassen worden. In der Regel werden die Tabletten zentral gelagert und nur im Bedarfsfall ausgegeben. Damit soll unter anderem verhindert werden, dass die Tabletten zu früh eingenommen oder verlegt werden.

Wie Sie sich im atomaren Notfall verhalten sollten, lesen Sie hier.

(sef/lnw)
 
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