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Mit Tötung von Kindern gedroht
Mutmaßlicher Erpresser kommt in Aachen vor Gericht

Ab Dienstag in Aachen vor Gericht: Mann drohte mit Tod von Kindern
Mit Drohschreiben dieser Art wollte der Mann Eltern erpressen. Er schrieb an ein gutes Dutzend Menschen. FOTO: Polizei
Aachen. Der Mann wollte Lösegeld. Ansonsten würden Kinder sterben, hieß es in den Erpresserbriefen. Der 50-Jährige war in finanziellen Nöten. Nun muss er in Aachen vor Gericht

Ein Mann, der Eltern mit der Tötung ihrer Kinder gedroht haben soll, steht von Dienstag an in Aachen vor Gericht. Ihm wird nach Angaben des Landgerichts Aachen versuchte räuberische Erpressung in 13 Fällen vorgeworfen. Der 50-Jährige soll von Mai 2016 bis März 2017 in Erpresserbriefen 20.000 Euro gefordert haben. Ihm droht eine mehrjährige Haftstrafe. Der Angeklagte selbst steckte laut Anklage zu dieser Zeit in finanziellen Schwierigkeiten.

Mit diesem Foto suchte die Polizei den mutmaßlichen Erpresser. Aufgenommen worden war es am Ort der Geldübergabe. FOTO: Polizei

Der 50-Jährige soll auch Menschen ohne Kinder oder mit erwachsenen Kindern angeschrieben haben. Laut Anklageschrift nahm niemand das Schreiben wirklich ernst: Keiner zahlte, niemandem geschah etwas.

Die Polizei hatte nach früheren Angaben bei ihren Ermittlungen eine Kamera an dem Ort installiert, an dem das Geld abgelegt werden sollte. Mit den Bildern von dem Mann, der an dem Platz nachgesehen hatte, ging sie an die Öffentlichkeit. Zahlreiche Hinweise führten schließlich zu dem Tatverdächtigen. Er wurde an seinem Arbeitsplatz in Eschweiler bei Aachen festgenommen.

Wie genau die Polizei auf seine Spur kam und ihn schließlich überführte, lesen Sie hier.

 

(lnw/hpaw)
 
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