| 14.35 Uhr

Germanwings-Katastrophe
Angehörige der Opfer reichen Mittwoch Klage in den USA ein

Bilder: Haltern trauert um 16 Schüler
Bilder: Haltern trauert um 16 Schüler FOTO: afp, bb
Berlin. Knapp ein Jahr nach dem Absturz eines Germanwings-Flugzeugs in den französischen Alpen wirft der Berliner Rechtsanwalt und Professor für Luftverkehrsrecht, Elmar Giemulla, der Konzernmutter Lufthansa Mitverschulden an der Katastrophe vor. Am Mittwoch wird die Klage in den USA eingereicht. 

"Nach dem, was wir wissen, hat die Flugschule von der amerikanischen Flugaufsichtsbehörde einen Hinweis darauf bekommen, dass der spätere Kopilot ein Problemfall ist. Unser Vorwurf: Was wurde unternommen?", sagte Giemulla dem Berliner "Tagesspiegel am Sonntag" (Sonntagausgabe).

Der Selbstmordpilot, der die Germanwings-Maschine in den Tod gesteuert hatte, hatte seine Ausbildung an einer Flugschule für Lufthansa-Piloten im US-Bundesstaat Arizona absolviert. Giemulla kündigte an, gemeinsam mit dem Anwalt Christof Wellens in den USA zu klagen. Die Klage soll am kommenden Mittwoch beim United States District Court in Arizona eingereicht werden.

Giemulla und Wellens vertreten gemeinsam die Angehörigen von 75 der insgesamt 149 Todesopfer. Chancen für eine außergerichtliche Einigung sieht der Anwalt nicht mehr. "Lufthansa hat sich einbetoniert. Da bewegt sich leider gar nichts". Germanwings teilte auf Anfrage mit, das Unternehme sehe "keine Erfolgsaussichten".

 

 

(skr)
Diskussion
Das Kommentarforum zu diesem Artikel ist geschlossen.