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Mutter und Kind erstochen
Gericht erhebt nach Bluttat von Detmold Anklage wegen Mordes

Mutter und Kind tot aufgefunden: Spurensuche in Detmold dauert an
Mutter und Kind tot aufgefunden: Spurensuche in Detmold dauert an FOTO: dpa, mku kde
Detmold. In Detmold soll ein Nachbar eine junge Mutter und ihr sechsjähriges Kind erstochen haben. Der mutmaßliche Täter wird Tage später in Hamburg gefasst. Nun muss er womöglich vor Gericht.

Knapp zwei Monate nach dem gewaltsamen Tod einer jungen Frau und ihres sechjährigen Sohnes in Detmold ist Anklage gegen den Nachbarn erhoben worden. Dem 53-Jährigen werde Mord in zwei Fällen vorgeworfen, teilte die Detmolder Staatsanwaltschaft am Dienstag mit.

Die Ermittler gehen demnach davon aus, dass der Mann am 9. September in dem von ihnen bewohnten Mehrfamilienhaus die 24-Jährige zum Sex zwingen wollte. Dazu sei es jedoch nicht gekommen.

Tat geschah im Keller

Der 53-Jährige habe im Keller mit einem Messer mehrmals zugestochen und die Frau dann in seine Wohnung getragen. Als dort der Sohn erschienen sei, habe er auch das Kind getötet, um die erste Tat zu vertuschen.

Der Mann war einige Tage nach dem Fund der beiden Leichen von Zivilfahndern in Hamburg gefasst worden. Seitdem sitzt er in Untersuchungshaft. Nach dem Deutschen war mit Hochdruck öffentlich gefahndet worden. Den Ermittlern zufolge räumte der Mann ein, die aus Bulgarien stammende Frau und ihr Kind vorsätzlich erstochen zu haben. Ein Motiv für die Tötung der Frau habe er nicht genannt. Täter und Opfer sollen sich gekannt haben.

Im Falle einer Verurteilung drohen dem vorbestraften 53-Jährigen den Angaben zufolge eine lebenslange Freiheitsstrafe und die Unterbringung in der Sicherungsverwahrung.

(sef/dpa)
 
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