| 19.18 Uhr

Anschlag auf Sikh-Tempel
Verdächtige aus Essen sollen Salafisten-Gruppe angehört haben

Terror-Anschlag: Explosion auf Sikh-Hochzeit in Essen
Terror-Anschlag: Explosion auf Sikh-Hochzeit in Essen FOTO: ap
Berlin/Essen. Nach dem Anschlag auf einen Sikh-Tempel in Essen sollen die Ermittler einem Zeitungsbericht zufolge davon ausgehen, dass die mutmaßlichen Attentäter zu einer Gruppe von mindestens acht jungen Salafisten gehörten.

Nach Angaben der Tageszeitung "Die Welt" prüfe die Bundesanwaltschaft in Karlsruhe, ob sie das Ermittlungsverfahren übernehme, schreibt die "Welt". Ein möglicher Grund für eine Übernahme von der Essener Staatsanwaltschaft könnte demnach der Verdacht der Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung gegen die Tatverdächtigen sein.

Die Mitglieder der Gruppe hätten sich demnach regelmäßig in einer Whatsapp- Gruppe getroffen, heißt es unter Berufung auf Sicherheitskreise. Demnach hat die Polizei die Mobiltelefone der beiden jugendlichen Hauptbeschuldigten ausgewertet. Die Jugendlichen würden von Ermittlern als "augenscheinliche IS-Fans" bezeichnet.

Bei dem Bombenanschlag auf den Tempel in Essen am 16. April waren drei Menschen zum Teil schwer verletzt worden. Einer der beschuldigten Jugendlichen wurde bis zuletzt in dem Präventionsprogramm "Wegweiser" betreut, nachdem er an seiner Gelsenkirchener Schule wegen Verherrlichung des IS aufgefallen war.

(rl/KNA)
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