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Razzia auch in Essen
Ermittler prüfen Haftbefehle gegen mutmaßliche Terroristen

Anti-Terror-Razzia mit Durchsuchungen in Essen
Anti-Terror-Razzia mit Durchsuchungen in Essen FOTO: Rene Anhuth/ ANC-NEWS
Frankfurt/Main/Essen. Die sechs Syrer, die am Dienstag bei einer Razzia wegen Terrorverdachts in mehreren deutschen Städten festgenommen worden sind, sind weiter im Gewahrsam der Polizei. Bislang wurden keine Haftbefehle für sie beantragt.

Die Ermittler müssen klären, ob das bei der Razzia sichergestellte Material Gründe für einen Haftbefehl bietet. Sowohl wegen der Datenmenge auf den sichergestellten Tablets, Laptops und Mobiltelefonen als auch der notwendigen Übersetzungen aus dem Arabischen sei das Material "schwierig auszuwerten", sagte ein Sprecher der Frankfurter Generalstaatsanwaltschaft am Mittwoch. Die Männer im Alter von 20 bis 28 Jahren "zeigen sich kooperativ und haben Angaben zum Sachverhalt gemacht", sagte er.

Bei einer Razzia in mehreren deutschen Städten waren die in Kassel, Essen, Leipzig und Hannover wohnenden Männer vorläufig festgenommen worden. Sie sollen als Mitglieder der Terrormiliz IS einen Anschlag auf ein öffentliches Ziel in Deutschland geplant haben. Die Ermittler hätten die Männer in einem "frühen Stadium" der ihnen vorgeworfenen Anschlagsvorbereitung festgenommen, hieß es. Eine Entscheidung über einen Haftbefehl muss bis Ablauf des Mittwoch getroffen werden.

Bei der Aktion waren am Dienstag sechs Männer im Alter von 20 bis 28 Jahren festgenommen worden. Sie sollen als Mitglieder der Terrormiliz IS einen Anschlag auf ein öffentliches Ziel in Deutschland geplant haben. Drei der Terrorverdächtigen wurden während der Durchsuchung von acht Wohnungen in Kassel festgenommen, die anderen in Hannover, Essen und Leipzig.  Bei den Durchsuchungen wurden weder Waffen noch Sprengstoff gefunden.

Spekulationen über mögliche Anschlagsziele

Die Anschlagsplanungen befanden sich der Generalstaatsanwaltschaft zufolge in einem "sehr frühen Stadium". "Wir wissen nicht wo und nicht wie was geplant war. Das müssen die Ermittlungen erst zeigen", erfuhr unsere Redaktion aus Ermittlerkreisen. In verschiedenen Medien hatte es Spekulationen darüber gegeben, dass der Essener Weihnachtsmarkt ein mögliches Anschlagsziel gewesen sein könnte. Auch das Essener Einkaufszentrum Limbecker Platz wurde genannt.

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Ermittelt wird gegen die Beschuldigten wegen der Mitgliedschaft in einer ausländischen terroristischen Vereinigung und der Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Straftat. 

(lsa/lnw)
 
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