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Flüchtlingsunterkunft
Asylbewerber in Brandenburg erstmals in Zelten untergebracht

Eisenhüttenstadt. Im brandenburgischen Eisenhüttenstadt werden Asylbewerber wegen Platzmangels erstmals in Zelten untergebracht. Das teilte am Dienstag der Chef der Erstaufnahmeeinrichtung der Zentralen Ausländerbehörde, Frank Nürnberger, mit. Die Zelte seien vorsorglich aufgestellt worden, falls die Kapazitäten in den Gebäuden der Erstaufnahmeeinrichtung nicht mehr ausreichten. "Das ist seit Beginn der Woche der Fall", erklärte Nürnberger.

Im ersten Halbjahr 2015 registrierte das Land Brandenburg 5818 neue Asylbewerber. Im gesamten vergangenen Jahr waren es noch 6315 und 3305 Neuzugänge im Jahr 2013. Die Erstaufnahmeeinrichtung wurde angesichts der steigenden Flüchtlingszahlen von ursprünglich 500 Plätzen auf zuletzt etwa 1900 erweitert.

Erstaufnahmestellen: Hier kommen  Flüchtlinge als erstes an

Dazu wurden zunächst Notquartiere wie eine Turnhalle sowie mehrere kleinere Außenstellen in Betrieb genommen. Da in geplanten neuen Außenstellen in anderen Orten frühestens zum Jahreswechsel Plätze zur Verfügung stehen, beschaffte die Zentrale Ausländerbehörde zusätzlich 23 Armeezelte. Sie bieten Notbetten für bis zu 280 Menschen. Da die Zelte nicht beheizbar sind, werden sie höchstens bis Oktober genutzt.

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(KNA)
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