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Belgisches Atomkraftwerk
Städteregionsrat fährt heute nach Brüssel

Atomkraftwerk Tihange: Städteregionsrat fährt heute nach Brüssel
Tihange 2 soll heute wieder in Betrieb genommen werden. FOTO: dpa, obe fdt
Aachen. Heute reisen Vertreter von 80 Gemeinden in NRW nach Brüssel, um dem EU-Parlamentspräsidenten einen Fragenkatalog zu Tihange 2 zu überreichen. Da kommt die erneute Abschaltung am vergangenen Freitag gerade richtig. 

Tihange 2 steht wieder seit Tagen still. Der Reaktor musste am Freitag wegen eines Motorschadens an einer Dampfturbine im nicht-nuklearen Bereich notabgeschaltet werden. Heute nun soll er wieder hochgefahren werden. Tihange 2 steht wegen tausenden von Haarrissen im Reaktordruckbehälter ohnehin in der Kritik. 

Die Städteregion Aachen und das Land NRW haben gegen den Weiterbetrieb von Tihange geklagt. Insgesamt 80 Gemeinden unterstützen die Klage mittlerweile. Darunter auch die Gemeinden Kaarst und Grevenbroich. Heute reisen Vertreter der Klägergemeinschaft nach Brüssel zu EU-Parlamentspräsident Martin Schulz. Sie übergeben dem EU-Parlamentspräsidenten ein Auskunftsersuchen, das an die Europäische Kommission gerichtet ist. 

Die Delegation fordert Transparenz bei allen Informationen

Unter der Federführung von Städteregionsrat Helmut Etschenberg und der Rechtsanwaltskanzlei Heuking-Kühn-Lüer-Wojtek ist dieses Unterstützungsersuchen erstellt worden. Die "DreiländerRegion gegen Tihange" bittet darum, 

  • ihr sämtliche Informationen zur Verfügung zu stellen, die die Europäische Kommission über das Kernkraftwerk besitzt, 
  • die Informationsansprüche der Europäischen Kommission gegenüber Belgien geltend zu machen,
  • und zu prüfen, ob die Belgier gegen europäische Vorgaben verstoßen.

So steht es in einer Pressemitteilung der Städteregion Aachen. Neben der deutschen Delegation werden auch Vertreter der Niederlande und Luxemburgs sowie etliche Europaabgeordnete aus der Region anwesend sein. 

 

(heif)
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