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Ruhrgebiet
NRW bereitet Teststrecke für autonomes Fahren vor

Fotos: So funktioniert das vollautomatisierte Autofahren
Fotos: So funktioniert das vollautomatisierte Autofahren FOTO: dpa, jst jhe
Düsseldorf. Nach Bayern will auch NRW eine Teststrecke für autonomes Fahren einrichten. In Frage kommen dabei die A2, A40 und A42. Dies sagte NRW-Verkehrsminister Michael Groschek (SPD) unserer Redaktion.  Von Thomas Reisener

Neben Bayern will auch NRW eine Teststrecke für sogenanntes autonomes Fahren einrichten. Verkehrsminister Michael Groschek (SPD) sagte am Dienstag auf Anfrage unserer Redaktion: "Wer ein solches System effektiv einsetzen will, der muss dahin gehen, wo der Verkehr am dichtesten ist. Das Ruhrgebiet mit seinen drei parallel verlaufenden Autobahnen A 2, A 40 und A 42 wäre dafür das ideale Testfeld."

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Experten sehen im autonomen Fahren den wichtigsten Auto-Trend der kommenden Jahre: Dank moderner Sensoren und neuer Daten-Übertragungstechniken ist das Autofahren ohne Fahrer schon heute möglich. Wegen der schwierigen rechtlichen Auflagen wird die Technik bisher aber fast nur in den USA erprobt. Am Dienstag hatte Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) jedoch angekündigt, dass noch in diesem Jahr eine Teststrecke auf der Autobahn A 9 in Bayern eingerichtet werden soll.

NRW-Verkehrsminister Groschek will bei der neuen Technik nicht ins Hintertreffen geraten und hat Gespräche mit Dobrindt aufgenommen. "Wir befinden uns im Herzen des Kontinents", sagte Groschek unserer Redaktion. NRW sei eine der bedeutendsten Drehscheiben für den Personenverkehr in Europa. "Wenn die neue Technik auf den Straßen zügig realisiert und alltagstauglich werden soll, dann kommt man an NRW nicht vorbei." Für die drei Ruhrgebietsautobahnen spreche, dass man Verkehr hier leicht verlagern könne.

Das Bundesverkehrsministerium soll den Feldversuch zum autonomen Fahren in NRW finanziell unterstützen. Der Duisburger Automobilwirtschafts-Professor Ferdinand Dudenhöffer sieht in einer solchen Teststrecke "eine ganz große Innovations- und Jobchance für NRW, wo die Automobilwirtschaft sonst eher leidet".

Quelle: RP
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