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Babyleiche in Wuppertal entdeckt
Säugling starb wohl nicht durch Gewalteinwirkung

Babyleiche in Wuppertal entdeckt: Säugling starb wohl nicht durch Gewalteinwirkung
Einsatzkräfte der Polizei in der Nähe des Fundortes. FOTO: dpa, mg exa
Wuppertal. In einem Wuppertaler Wald hatte eine Spaziergängerin am Sonntag ein totes Baby entdeckt. Nun wurde die Leiche obduziert. Die Polizei sucht dringend nach der Mutter, die Hilfe benötigen könnte. 

Wie Polizei und Staatsanwaltschaft mitteilten, wurde der Leichnam am Dienstag in Düsseldorf obduziert. "Wir haben zurzeit keine Hinweise auf erkennbare äußere Gewalteinwirkung und ermitteln, um das Schicksal und die Herkunft des Kindes zu klären", sagt die zuständige Staatsanwältin Dorothea Tumeltshammer. Bei dem toten Säugling handelt es sich nach Angaben der Polizei um ein Mädchen. Die Leiche war am Sonntag im Waldgebiet "In der Beek" an einer Bushaltestelle gefunden worden. 

Die Polizei sucht weiter dringend nach der Mutter, die Hilfe benötigen könnte. Möglicherweise habe sie die Schwangerschaft verdrängt, verleugnet oder verheimlicht und wurde von der Geburt überrascht.

Die Ermittler bitten um eventuelle Hinweise auf eine Frau, die sich in den vergangenen Monaten verändert hat, die zum Beispiel plötzlich stark zu- oder abgenommen hat, die plötzlich andere Kleidung trug oder sich zurückzog. Außerdem werden Zeugen, die in der Nähe des Fundortes auffällige Beobachtungen gemacht haben, gebeten, sich zu melden. "Jeder noch so abwegig erscheinende Hinweis ist wichtig", schreibt die Polizei.

Hinweise unter Tel. 0202 2840.

(sef)