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Nach Stellwerksbrand
Bahn-Fernverkehr größtenteils wieder planmäßig

Stellwerksbrand: Die Schäden im Innern
Stellwerksbrand: Die Schäden im Innern FOTO: Emily Senf
Düsseldorf. Nach den durch den Stellwerksbrand in Mülheim-Styrum ausgelösten Änderungen im Fahrplan der Deutschen Bahn, kann das Unternehmen ab dem 13. Dezember ihren Fernverkehr größtenteils wieder normalisieren.

Die Deutsche Bahn kündigte am Freitag an, dass mit dem Fahrplanwechsel am 13. Dezember auch viele Fern- und Regionalverbindungen wieder ihren planmäßigen Betrieb aufnehmen können.

So wird der IC 30 von Hamburg nach Stuttgart wieder fahrplanmäßig zweistündlich auf dem Regelweg verkehren. Selbiges gilt für die ICE-Linie 42 von München nach Dortmund. Auch der ICE 10 wird wieder auf dem normalen Weg fahren, weiterhin aber nicht in Düsseldorf Flughafen halten.

Für den ICE 41 von München nach Dortmund gilt: Tagsüber ist in Düsseldorf Endstation, morgens und abends werden die Züge entweder bis Dortmund durchfahren - mit Halt entweder in Essen, Bochum oder Gelsenkirchen.

Änderungen auch im Nahverkehr

Stellwerkbrand in Mülheim behindert Bahnverkehr FOTO: Rene Anhuth / ANC-NEWS

Neben den Linien RE 1 (Aachen – Hamm und zweistündlich Paderborn) und RE 6 (Düsseldorf – Bielefeld – Minden) fahren ab dem 13. Dezember auch die Züge der Linie RE 2 (Düsseldorf – Münster) im Stundentakt jeweils auf dem Regelweg mit Halt in Mülheim (Ruhr) Hbf, Essen Hbf.

Die Linie RE 11 (Mönchengladbach – Duisburg – Hamm) wird weiterhin umgeleitet und verkehrt zwischen Duisburg und Dortmund über Gelsenkirchen und Herne. Die Stationen in Mülheim, Essen, Wattenscheid und Bochum entfallen. In der Fahrtrichtung von Hamm nach Duisburg fahren die Züge einige Minuten früher ab.

Die S1 fährt weiterhin fahrplanmäßig auf dem Regelweg. Nur noch die S3 entfällt auf dem Abschnitt zwischen Essen und Oberhausen. Ein Ersatzverkehr mit Bussen besteht zwischen den Hauptbahnhöfen in Mülheim und Oberhausen.

Der Ersatzfahrplan der Linie S 3 wird ab dem Fahrplanwechsel um zwei zusätzliche Busfahrten an Samstagen und Sonntagen erweitert. Es handelt sich hierbei um die Fahrten um 4:53 Uhr und 5:23 Uhr ab Mülheim Hauptbahnhof in Richtung Oberhausen.

Baurarbeiten an zerstörtem Stellwerk schreiten voran

Die Verbesserungen im Bahnverkehr werden dadurch möglich, dass zwischenzeitlich die sogenannte "Blockteilung" zwischen Essen und Duisburg wieder in Betrieb genommen werden konnte. Hierdurch kann der Zugverkehr wieder flüssiger und pünktlicher abgewickelt und die Kapazität erhöht werden.

Die Schadensaufnahme nach dem Stellwerksbrand hatte ergeben, dass der bisherige Bedienraum vollständig zerstört ist. Die vorhandene Relaistechnik und die gesamten Außenanlagen können jedoch nach teils sehr aufwändigen Reparaturarbeiten weiter genutzt werden. Die Bahn hatte mehrere Varianten geprüft und sich für die Wiederherstellung der Anlage entschieden, da sie am schnellsten realisierbar ist.

Zwischenzeitlich konnten die Entkernungsarbeiten vollständig abgeschlossen werden. Nun hat der Wiederaufbau begonnen. Als nächste Schritte werden die Klima- und Heizungsanlage, die Stromversorgung und Eletrotechnik neu aufgebaut. Auch die Überprüfung der Relaisräume und der Austausch einzelner Bauteile laufen auf Hochtouren. 

Im neuen Jahr soll mit den Montagearbeiten im Bedienraum begonnen werden. Bis zur Wiederinbetriebnahme des Stellwerks kann es weiterhin noch zu Beeinträchtigungen wie Umleitungen und Verspätungen kommen. Daher bittet das Unternehmen weiterhin, sich vor Fahrtantritt auf der Live-Auskunft unter www.bahn.de oder bei der Kundenhotline 01806 99 66 33 zu informieren. 

 

(p-m)
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