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BEA in Frankreich
Behörde stellt Abschlussbericht zu Germanwings-Absturz vor

Bilder: Haltern trauert um 16 Schüler
Bilder: Haltern trauert um 16 Schüler FOTO: afp, bb
Paris/Bonn. Vor bald einem Jahr zerschellte ein deutscher Airbus in den Alpen. Jetzt wollen französische Experten ihren Abschlussbericht vorlegen. Vor der Veröffentlichung wurden die Angehörigen der deutschen Opfer in Bonn an diesem Samstag über den Inhalt informiert. 

Knapp ein Jahr nach dem Germanwings-Absturz über den französischen Alpen präsentieren Pariser Luftfahrexperten die Ergebnisse ihrer Untersuchungen. Vor der Veröffentlichung des Abschlussberichts in Frankreich unterrichtete die Untersuchungsbehörde BEA an diesem Samstag zunächst die Angehörigen der deutschen Opfer in Bonn hinter verschlossenen Türen über den Inhalt. Die Öffentlichkeit soll dann bei einer Pressekonferenz am Sonntag in Paris informiert werden.

Fotos: Merkel besucht Gymnasium in Haltern FOTO: afp, RP EJ

Ein Zwischenbericht war zu dem Schluss gekommen, dass sich der Copilot Andreas Lubitz (27) allein im Cockpit der Unglücksmaschine eingeschlossen hatte und absichtlich auf einen Bergabhang zugesteuert war. Bei dem Unglück kamen alle 150 Menschen an Bord ums Leben. Der Flug war auf dem Weg von Barcelona nach Düsseldorf.

Einige Familien der Opfer hatten zuvor darum gebeten, sich bei der Vorstellung des Berichts durch ihre Anwälte vertreten zu lassen. Die BEA lehnte dies am Freitag mit der Begründung ab, bei solchen Vorab-Treffen mit den Angehörigen lasse man grundsätzlich keine Anwälte zu und habe das auch noch nie getan. 

Haltern am See: Gedenkgottesdienst für Absturz-Opfer FOTO: dpa, mb cul

Grund dafür sei, dass die von der BEA durchgeführte Sicherheitsuntersuchung unabhängig von der juristischen Aufarbeitung des Falls sei. Die Behörde äußere sich nicht zu Schuldfragen, sondern sei dazu da, Unfälle im Hinblick auf generelle Konsequenzen für die Luftfahrtsicherheit aufzuarbeiten. Die französische Staatsanwaltschaft startete eine separate Untersuchung.

Der Mönchengladbacher Rechtsanwalt Christof Wellens bestätigte unserer Redaktion am Samstag, dass er an dem Termin tatsächlich nicht teilnehmen durfte. 

(dpa/isf/kowa)
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