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Falsche Identitäten
Polizei durchsucht Flüchtlingsunterkunft

Rheinberg/Bergisch Gladbach. Die Polizei Rheinberg und das Ausländeramt des Kreises haben am Dienstagmorgen eine kommunale Unterbringungseinrichtung in Bergisch Gladbach-Frankenforst durchsucht. Bei fünf Männern bestand der Verdacht, dass sie sich unter falscher Identität in Deutschland aufhalten. 

Gegen die fünf Männern der Unterkunft wurden Durchsuchungsbeschlüsse erwirkt. Um kurz nach 6 Uhr startete die Durchsuchung. Es werden jetzt Fingerabdrücke der angetroffenen Personen mit bestehenden Datensätzen abgeglichen, um mögliche Verstöße nach dem Aufenthaltsgesetz beziehungsweise Asylgesetz oder aber Betrugstatbestände festzustellen.

Etwa 40 Mitarbeiter der Polizei und des Kreises waren an dem Einsatz beteiligt. Sie trafen 25 Personen in der Unterkunft an. Neun Männer mit unterschiedlichsten Nationalitäten brachten die Beamten zur Wache, wo sie fotografiert und ihre Fingerabdrücke verglichen wurden.

Abweichende Personalien bei zwei Männern 

Für drei der Überprüften hatte das Ausländeramt im Vorfeld Durchsuchungsbeschlüsse erwirkt. Die Verdachtsmomente gegen sie erhärteten sich nicht. Daher sind sie genau wie vier weitere nach dem Datenabgleich entlassen worden.

Bei zwei Afrikanern ergab der Datenabgleich einen dringenden Verdacht unter ausländerrechtlichen Gesichtspunkten. Sie waren unter abweichenden Personalien bereits in Deutschland erfasst worden. Die Ausländerbehörde wird jetzt prüfen, ob die beiden Männer weiter in Haft bleiben.

Bei einem Mann konnte ein in Bonn entwendetes Handy sichergestellt werden.

(ots)
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