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Ermittlungen in Bochum
Mitarbeiter soll Schmiergeld von Flüchtlingen kassiert haben

Bochum. Ein Mitarbeiter der Stadt Bochum soll Flüchtlingen gegen Geld oder Sachleistungen Wohnungen vermittelt haben. Die Staatsanwaltschaft ermittelt wegen des Verdachts der Bestechlichkeit beziehungsweise Vorteilsannahme. 

Dies sagte Behördensprecherin Cornelia Kötter am Dienstag. Die Ermittlungen seien nach einer Anzeige eingeleitet worden.

Das Verfahren richte sich derzeit gegen den Mitarbeiter und einen Unternehmer, der mit der Stadt im Bereich der Unterbringung von Flüchtlingen zusammengearbeitet haben soll. Der städtische Bedienstete soll Geld oder Sachleistungen von den Flüchtlingen verlangt und erhalten haben. Im Gegenzug soll er ihnen eine Erlaubnis zur Anmietung einer Privatwohnung beschafft und Wohnungen vermittelt haben.

Bereits vor Weihnachten habe es Durchsuchungen bei den Beschuldigten und in städtischen Räumen gegeben. Der Mitarbeiter habe die Vorwürfe abgestritten. Wie der Unternehmer auf die Vorwürfe reagierte, wollte die Sprecherin nicht sagen. "Die Ermittlungen dauern an." Die Stadt stellte den Beschäftigten bis auf Weiteres frei, wie Stadtsprecher Thomas Sprenger sagte. Weitere Einzelheiten wurden zunächst nicht bekannt.

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(met/ lnw)
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