| 12.01 Uhr

Entschärfung einer Weltkriegsbombe
Paderborn bereitet sich auf Evakuierung vor

Bombenentschärfung in Paderborn: Vorbereitung auf Evakuierung
In einem Radius von etwa 1,5 Kilometern um den Fundort unterhalb der Universität müssen während der Entschärfung Vorsichtsmaßnahmen getroffen werden. Die Karte zeigt diesen Bereich. FOTO: Stadt Paderborn
Paderborn. Am Sonntag müssen 26.000 Menschen in Paderborn wegen einer Bombenentschärfung ihre Häuser verlassen. Mehr als 1000 Rettungskräfte sollen im Einsatz sein.

Die Stadt bereitet sich auf die größte Evakuierung der Stadt in der Nachkriegsgeschichte vor. Am Sonntag wird in Paderborn eine Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg entschärft. 26.000 Menschen müssen nach Stadtangaben bis Sonntagmittag ihre Häuser verlassen. Am Samstag haben die Betroffenen noch einmal von 10 bis 14 Uhr die Möglichkeit, sich im Rathaus zu informieren, wie die Evakuierung und die Entschärfung genau ablaufen.

Die Bombe war vor eineinhalb Wochen bei Bauarbeiten in einem Garten nur 80 Zentimeter unter der Erdoberfläche entdeckt worden. Sie ist mit 1,5 Tonnen Sprengstoff gefüllt und hat damit enormes Zerstörungspotenzial.

Stefan Werth steht auf dem Grundstück seines Hauses. Ein 1,8 Tonnen schwerer Blindgänger war dort bei Gartenbauarbeiten gefunden worden. FOTO: dpa, frg sab

In einem Radius von 1,5 Kilometern rund um den Fundort werden auch zwei Krankenhäuser, mehrere Altenheime, die Universität und Teile der historischen Altstadt geräumt. In zwei weiteren Krankenhäusern müssen die Patienten in sichere Bereiche gebracht werden. Mehr als 1000 Einsatzkräfte von Feuerwehr, Technischem Hilfswerk und Rettungsdienst sowie Einsatzhundertschaften der Polizei sollen für einen reibungslosen Ablauf sorgen.

 

(lnw)
 
Diskussion
Ihre Meinung zum Thema ist gefragt

Schreiben Sie jetzt Ihre Meinung zu:

Bombenentschärfung in Paderborn: Vorbereitung auf Evakuierung


Beachten Sie dabei bitte unsere Regeln für Leserkommentare.